Ein berühmtes Stiermosaik im italienischen Mailand bekommt seit dieser Woche eine dringend notwendige Reparatur. Denn: Touristen haben es abgenutzt, und das ausgerechnet an der Stelle, die einen empfindlichen Körperteil des Tieres zeigt. Den Stierhoden.Einer Legende nach soll es Glück bringen, wenn man mit der Ferse den Hoden des Tieres reibt und sich dreimal im Kreis dreht. Nun haben aber so viele Menschen Pirouetten auf dem Mosaik gedreht, dass an der entsprechenden Stelle ein kleiner Krater entstanden ist. »Tausende haben täglich die berühmte Fersengeste vollzogen. Die rosa Fliesen, die die Hoden darstellen, sind bereits abgenutzt«, sagten die Mailänder Stadträte Emmanuel Conte und Marco Granelli der BBC .Das Mosaik zeigt einen Stier im Sprung auf einem blauen Wappen. Es ist das Symbol der Stadt Mailand und befindet sich in der Galleria Vittorio Emanuele II, einer historischen Einkaufsgalerie aus dem 19. Jahrhundert.Die Restaurierung begann Medienberichten zufolge vor einigen Tagen – der Kunsthandwerker arbeitet in einem kleinen, abgegrenzten Bereich. Die neuen Steinstücke, von Hand zugeschnitten, fügt er unter den neugierigen Blicken der Touristen in das Mosaik ein. Dieses war offiziellen Angaben zuletzt 2017 repariert worden.
Abnutzung durch Touristen: Mailand muss »Glückshoden« an Stier-Mosaik reparieren
Glücksrituale gibt es international an vielen Sehenswürdigkeiten. In Mailand drehen Touristen Pirouetten auf den Genitalien eines Stiers. Nun wird die Abbildung aufwendig restauriert.










