Neustart mit UngarnWenn Ursula von der Leyen in den vergangenen Jahren auf den ungarischen Ministerpräsidenten traf, waren das für die EU-Kommissionspräsidentin tendenziell wenig erfreuliche Termine. Viktor Orbán bremste, blockierte und feilschte, wo er konnte. Aus seiner Geringschätzung der Brüsseler Institutionen machte er keinen Hehl. Doch ihrem heutigen Treffen mit dem ungarischen Regierungschef dürfte von der Leyen deutlich besser gelaunt entgegensehen als zuletzt. Denn der heißt nicht mehr Orbán, sondern Magyar. Péter Magyar.

Ungarischer Premier Magyar: Trotz allem kein Kuscheltreffen

Mitte April gewann der konservative Pro-Europäer die Wahl gegen den rechtsnationalistischen, EU-kritischen Orbán. Seit dem 9. Mai ist er im Amt (mehr hier ), nun ist Magyar seit gestern erstmals als Regierungschef in Brüssel unterwegs. Und trifft sich heute mit von der Leyen.Ein Kuscheltreffen dürfte es trotzdem nicht werden, es geht um handfeste Interessen – konkret darum, ob die EU mehrere Milliarden Euro für Ungarn freigibt, die sie bislang als Reaktion auf Orbáns Politik blockiert. Gestern gab sich Magyar optimistisch. In einem auf seiner Facebook-Seite veröffentlichten Video sagte er, man stehe kurz vor einer Einigung – auch wenn es bei der Bekämpfung der Korruption noch offene Fragen gebe.