EU-Außenbeauftragte Kallas: »Die Kriegsdynamik verschiebt sich«Wann und auf welche Weise der Krieg Russlands gegen die Ukraine enden soll, das ist vor allem für die Unterhändler des US-Präsidenten Donald Trump ein Thema. Sie verhandeln darüber gemeinsam mit Kremlleuten. Doch wo bleibt da die Ukraine? Und wo bleibt Europa?
Tja, das ist allerdings die Frage.Heute wollen sich die Außenministerinnen und Außenminister der 27 EU-Staaten bei einem Treffen in Zypern damit beschäftigen, ob sie bei den Gesprächen um Krieg und Frieden nicht doch langsam mal eine größere Rolle spielen sollten.Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plant zum Abschluss am Nachmittag eine Pressekonferenz, dem SPIEGEL hat sie schon vorab ein Interview gegeben.
EU-Außenbeauftragte Kallas: »Europa muss mit am Verhandlungstisch sitzen«
Darin mahnt sie tatsächlich eine größere Rolle der Europäer bei den Gesprächen an. Sie sagt: »Für einen Frieden müssen Russland und die Ukraine an einen Verhandlungstisch kommen. Vieles von dem, was dort besprochen würde, betrifft auch uns Europäer. Da steht es uns zu, Forderungen zu stellen und russische Zugeständnisse einzufordern.«
Die Russen, so Kallas, hätten eigentlich allen Grund zu verhandeln: »Die Kriegsdynamik verschiebt sich zugunsten der Ukraine«, sagt sie: »Russland gerät militärisch, wirtschaftlich und diplomatisch immer stärker ins Hintertreffen.«












