Stand: 26.05.2026 • 05:40 Uhr
Wirtschaftsministerin Reiche reist in schwierigen Zeiten nach China. Sollte man eher auf Druck oder besser auf Kooperation setzen? Die Meinungen in Politik und Wirtschaft klaffen auseinander.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will die deutsche Wirtschaft bei ihrer Chinareise offensiv vertreten. "Wir haben unsere Interessen in der Vergangenheit nicht klar genug benannt", sagte Reiche im Kölner Stadtanzeiger.
Die chinesische Konkurrenz mit ihren subventionierten Produkten macht der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Wie damit umgehen? Sebastian Roloff, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, begleitet Reiche nach China und empfiehlt selbstbewusstes Auftreten.
"Uns brechen wahnsinnig Absatzmärkte weg, und die Chinesen konkurrieren mit uns auf hohem Niveau, gerade auch zum Beispiel im Bereich Maschinenbau", sagt Roloff. Die Politik könne den Gesprächskanal zur chinesischen Regierung offen halten und versuchen, Themen zu klären. "Und es geht natürlich um die Rahmenbedingungen, was die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Standorts betrifft. Dementsprechend könnte die Aufgabe kaum größer sein", sagt Roloff.









