Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52) hat bei ihrem China-Besuch faire Wettbewerbsbedingungen für deutsche Unternehmen angemahnt. „Wettbewerb ist uns nicht fremd. Wettbewerb bringt uns nach vorn“, sagte die CDU-Politikerin zum Auftakt eines Treffens mit Chinas Handelsminister Wang Wentao (62) in Peking. Wettbewerb müsse aber auch so ausgestaltet sein, dass er zu beiderseitigem Nutzen und transparent sei. Reiche betonte, dass „Reziprozität“ das Leitprinzip der Bundesregierung sei und bleibe. Gemeint ist damit, dass Unternehmen in beiden Ländern möglichst vergleichbare Marktzugangs- und Wettbewerbsbedingungen haben sollen.
Auch Lieferketten und seltene Erden sind ThemaSie hoffe, mit Wang unter anderem über Lieferketten, den Zugang zu seltenen Erden und Marktzugangsbedingungen sprechen zu können, sagte die Ministerin. Dabei gehe es auch darum, wie China Unternehmen unterstütze, wie Deutschland Unternehmen unterstütze und wie sich beides „in einen ausbalancierten Zustand“ bringen lasse. Reiche hob hervor, dass China in den vergangenen Jahren weltweit enorm investiert habe. Zugleich verwies sie auf den großen chinesischen Handelsbilanzüberschuss von rund 1,2 Billionen Euro.
Zum Auftakt ihres China-Besuchs hatte Reiche für einen „vertrauensvollen und offenen Austausch“ geworben. Dieser sei ihr „sehr, sehr wichtig“, sagte sie bei einem Treffen mit Zhou Haibing, einem Vizeminister der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform. Die Behörde gilt als eine der wichtigsten wirtschaftspolitischen Planungsstellen Chinas.Reiche verwies auf „sehr gute bilaterale Gespräche“, die Bundeskanzler Friedrich Merz (70) jüngst mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping (72) geführt habe. Nun sei es ihre Aufgabe, „diesen Faden aufzunehmen“. Sie verwies auch auf Zhous Ausbildung als Bauingenieur: Die Bedeutung von Statik und Belastbarkeit sei ihm wohl vertraut. „So wollen wir auch unsere Beziehungen gestalten“, sagte die Ministerin.










