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Keine Zeit für FehlerWenn Friedrich Merz nicht gerade in Berlin, Brüssel oder Belém unterwegs ist, hält er sich gern an seinem Hauptwohnsitz Arnsberg im Sauerland auf, Ortsteil Niedereimer. Das liegt gleich um die Ecke von Neheim-Hüsten. Dort, in Neheim-Hüsten, hat der Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende heute Abend einen Termin. Er wird in der Schützenhalle an einer Feier zu »80 Jahre Neheim-Hüstener Programm« teilnehmen.

Kanzler Merz (r.) bei Schützenfest in Arnsberg: Gerade mal ein Jahr im Amt

Falls Sie noch nicht eingeschlafen sind, müssen Sie jetzt noch ganz kurz weiter durchhalten. Dann wird es spannender, versprochen. Aber kurz muss noch erklärt werden, was das Neheim-Hüstener Programm eigentlich war. Und zwar traf sich, wie man bei der Konrad-Adenauer-Stiftung nachlesen kann, 1946 in Neheim-Hüsten der »Zonenausschuss der CDU der britischen Zone«, um das »Programm der Christlich-Demokratischen Union der britischen Zone« zu beschließen. Also einen wichtigen Grundstein für die heutige CDU zu legen.Und 80 Jahre später? Stellt die CDU mal wieder den Bundeskanzler, so wie ab 1949 Konrad Adenauer. Der regierte 14 Jahre lang. Merz regiert gerade mal ein Jahr, aber seine Umfragewerte sind jetzt schon derart unterirdisch, dass in Berlin-Mitte (und in seiner eigenen Partei) viel geraunt wird, er halte womöglich nicht einmal die volle Wahlperiode durch. Er könne vorher ausgetauscht werden, zum Beispiel gegen Hendrik Wüst, den beliebten Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen (mehr hier ). So geht das Geraune.