Heute geht es um die Frage, wie willkommen der Kanzler als Wahlkampfhelfer bei den Parteifreunden im Osten ist, um einen Oberbürgermeisterkandidaten, der die AfD weit rechts überholt. Und um ein großes Werbespektakel der Bundeswehr.
06.06.2026, 06.22 Uhr
Merz muss draußen bleibenDer CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler ist heute bei seinen Parteifreunden in Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. Friedrich Merz spricht am Vormittag beim Landesparteitag in Linstow. In wenigen Monaten wird gewählt im Nordosten, da eilt der prominenteste Christdemokrat natürlich zur Unterstützung. Eine Selbstverständlichkeit. Sollte man meinen.
Friedrich Merz, Sven Schulze (im Januar 2026): Lieber ohne den Kanzler
Ist es in diesen Tagen aber ganz und gar nicht. Die Deutschen sind laut Umfragen maximal unzufrieden mit Merz und seiner Bundesregierung, da ist kein Glanz, in dem sich die Wahlkämpfer sonnen könnten. Nirgends.Die CDU in Sachsen-Anhalt – auch dort finden im September Landtagswahlen statt – verzichtet daher lieber auf einen Auftritt des Kanzlers. Wenn die Landes-CDU am kommenden Wochenende ihr Wahlprogramm beschließt, ist Ministerpräsident Sven Schulze alleiniger Topredner. Aus Berlin ist niemand eingeladen.Und nun hat Schulze auch noch dafür gesorgt, dass eine kurz vor dem Wahltermin geplante Klausurtagung des CDU-Präsidiums in Magdeburg gestrichen wurde. Aus Furcht, der Aufmarsch der Bundesspitze um Merz könnte ihm schaden (mehr dazu hier ). Schulze setzt darauf, den enormen Umfrageabstand zur AfD in den kommenden Wochen besser allein verringern zu können, um die Staatskanzlei gegen die Rechtsextremen zu verteidigen.













