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Ohne fremde HilfeEs ist sicher nicht ganz einfach für einen Regierungschef, die richtigen Worte zu finden, wenn die eigene Fußballnationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft versagt. Wie es nicht geht, hat Bundeskanzler Friedrich Merz gerade vorgemacht. »Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel«, schrieb er nach der Niederlage Deutschlands gegen Paraguay am Montag auf der Plattform X. »Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert.« Das halbe Land spottet seither über Merz, weil sich viele (zu Recht) fragen, welches Spiel der Kanzler eigentlich gesehen hat (mehr dazu hier ).

Bundeskanzler Merz: Die Wirklichkeit zurechtbiegen

Tatsächlich aber ist der Post gar nicht so untypisch für Merz. Der Kanzler scheint mitunter zu glauben, die Wirklichkeit durch seine eigenen Worte zurechtbiegen zu können; was er wiederum, wenn auch nicht in demselben Ausmaß, mit US-Präsident Donald Trump gemein hat. Wir müssen einfach besser erklären, was wir tun, sagt Merz gern. So als wäre das Erklären das einzige Problem dieser Regierung.Die Kunst der Autosuggestion wird Merz auch brauchen, wenn heute Union und SPD zum Koalitionsausschuss zusammenkommen. Das Kanzleramt hat ein »großes Paket« angekündigt. Unter anderem sollen Reformen bei Steuern, Arbeit und Sozialem auf den Weg gebracht werden. Das letzte Spitzentreffen der Koalitionäre in der Villa Borsig im April endete in einem Schreiduell zwischen Merz und SPD-Chef Lars Klingbeil (mehr dazu hier ).