Péter Magyar besucht Friedrich MerzEs ist der Antrittsbesuch eines Hoffnungsträgers: Heute empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz mit militärischen Ehren den Mann, der Viktor Orbán nach 16 Jahren aus dem Amt fegte (mehr hier ). Péter Magyar hat Ungarn binnen Wochen vom Putin-Alliierten wieder zu einem europäischen Partner gemacht. Er machte Orbáns Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof rückgängig. Er brachte eine Amtszeitbegrenzung auf den Weg – und lässt die mutmaßliche Korruption der Orbán-Jahre untersuchen (mehr dazu hier ).
Premier Magyar
Vergangene Woche kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen Deal an: Brüssel wird mehr als 16 Milliarden Euro eingefrorener EU-Gelder freigeben, die wegen Orbáns Aushöhlung des Rechtsstaats blockiert worden waren – sofern Ungarn Reformen umsetzt (mehr dazu hier). Magyar sprach von einem »historischen Tag«. Der Kontrast zur Orbán-Ära, in der Ungarn Brüssels Gegenspieler war, ist groß.Doch beim Thema, das Merz heute am meisten interessiert, wird es kompliziert: der Ukraine. Hier bremst auch Magyar. Den Start der EU-Beitrittsgespräche will er erst freigeben, wenn die ungarische Minderheit in der Ukraine besseren Schutz für ihre Schulen und ihre Sprache bekommt. Und er bleibt dabei, dass Ungarn weiterhin keine Waffen liefern werde – wofür ihn prompt der Kreml lobte.











