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Als der neue ungarische Ministerpräsident Péter Magyar kürzlich bei seinem Antrittsbesuch im Kanzleramt neben Friedrich Merz in Berlin stand, nannte Merz den Sieg Magyars am 12. April 2026 gegen dessen langjährigen Vorgänger Viktor Orbán eine »Inspiration für ganz Europa«. Magyar selbst wurde dann eine Frage gestellt, die vermutlich viele hierzulande beschäftigt: Was könne Deutschland aus seinem Wahlsieg lernen? Was würde Magyar dem deutschen Kanzler im Umgang mit der AfD raten?

Der wollte seinem Gastgeber offenbar keine politische Gebrauchsanweisung für Deutschland geben, obwohl eine solche angesichts des scheinbar unaufhaltsamen Aufstiegs der Rechtspopulisten doch sehr willkommen gewesen wäre. Das gilt für die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD im Zweifel genauso wie für die Opposition. Stattdessen erzählte Magyar, was er in Ungarn getan hat. Er sei durchs Land gereist, habe Hunderte Orte besucht, jeden Tag mehrere Reden gehalten, Menschen getroffen, ihnen in die Augen geschaut, ihnen zugehört. Das Geheimnis seiner Partei Tisza laute: Arbeit und Ehrlichkeit. Politik müsse von den Menschen und der Behebung ihrer Sorgen handeln, von Wirtschaft, Gesundheit, Infrastruktur, Umwelt, vom Alltag, sagte Magyar.