Jetzt also doch: Philipp Kutter kandidiert für die Zürcher Regierung, um den Sitz der Mitte zu verteidigen – mit dem Segen seiner FamilieSeine Frau und die Kinder gaben letztes Jahr noch den Ausschlag gegen eine Bundesratskandidatur. Diesmal entschieden sie anders.28.05.2026, 17.37 Uhr2 LeseminutenPhilipp Kutter wäre der erste Regierungsrat im Rollstuhl, es wäre ihm aber am liebsten, wenn dies keine grosse Rolle spielte.Annick Ramp / NZZEr galt in der Mitte-Partei schon lange als Kronprinz, als Favorit für die Nachfolge von Silvia Steiner im Zürcher Regierungsrat. Jetzt hat Philipp Kutter seine Kandidatur für die Wahlen im April 2027 in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen offiziell lanciert.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Vor einer Woche zögerte der Mitte-Nationalrat und langjährige Wädenswiler Stadtpräsident noch. Er wolle die Sache über Pfingsten mit seiner Familie besprechen. Seine Frau und seine Kinder im Teenageralter hätten ein Mitspracherecht. Zumal sich das Leben der Familie vor drei Jahren schon einmal stark verändert hat, da Kutter seit einem Skiunfall auf einen Rollstuhl angewiesen ist.Aus familiären Gründen hatte sich Kutter Anfang 2025 noch gegen eine Bundesratskandidatur entschieden. Ein gemeinsamer Umzug nach Bern wurde verworfen. Im Interview erklärt er, warum der Familienrat diesmal zu einem anderen Schluss gekommen ist: weil er weiterhin zu Hause in Wädenswil wohnen würde, falls er in die Zürcher Regierung gewählt würde.Dass eine Sitzverteidigung aufgrund des Wähleranteils seiner Partei nicht einfach wird, ist Kutter bewusst. In den letzten Ständeratswahlen landete er chancenlos auf Platz sechs. Er verweist aber darauf, dass er bei den Nationalratswahlen viele Stimmen aus anderen Parteien erhalten und in der Panaschierstatistik einen der vorderen Plätze belegt habe. Das stimme ihn zuversichtlich.Kutter ist nicht der Einzige in seiner Partei mit Ambitionen. So hat etwa auch die Fraktionschefin im Kantonsparlament, Marzena Kopp, Interesse angemeldet. Die Mitte wird an einer Delegiertenversammlung am 1. Juli entscheiden, mit wem sie ins Rennen geht.Passend zum Artikel