Nun doch zwei Kandidaturen: Die Zürcher FDP ändert ihre Strategie bei den Regierungsratswahlen – drei Männer und eine Frau stehen in der AuswahlAndri Silberschmidt bleibt der Favorit. Im Juni werden die Delegierten entscheiden, wer auf das Ticket kommt.21.05.2026, 09.07 Uhr2 LeseminutenEr ist der bevorzugte Kandidat: Andri Silberschmidt (rechts) im Gespräch mit seinem Parteipräsidenten Filippo Leutenegger.Michael Buholzer / KeystoneWeder an der Parteibasis noch bei den bürgerlichen Partnern kam gut an, was die Spitze der Zürcher FDP vor gut einem Monat bekanntgab: Man wolle bei den Regierungsratswahlen 2027 nur mit einem einzigen Kandidaten antreten, mit dem Nationalrat Andri Silberschmidt.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Nach dem Willen des Parteivorstands sollte der stolze Zürcher Freisinn also seine Ambitionen begraben, den 2019 verlorenen zweiten Sitz in der Kantonsregierung zurückzuerobern. In der FDP-Fraktion wurden in der Folge Stimmen laut, die von einem mutlosen Entscheid sprachen. Und die SVP dachte laut darüber nach, dass sie eine Dreierkandidatur lancieren würde, um die bürgerliche Mehrheit im Regierungsrat zu sichern.Nun hat sich der FDP-Vorstand um Präsident Filippo Leutenegger umentschieden: Die Delegiertenversammlung soll abstimmen, ob es eine Einzel- oder eine Doppelkandidatur sein soll. Dieser Entscheid dürfte klar sein, denn der Wunsch nach zwei Personen kam aus der Basis. Deshalb hat der Vorstand in einer Mitteilung am Donnerstag auch gleich drei Personen genannt, die neben Silberschmidt als Nummer zwei infrage kommen:Monika Keller, 1969, Kantonsrätin, ETH-Biologin und Coach, Gemeindepräsidentin von Greifensee.Martin Huber, 1978, Kantonsrat, Landwirt und Betriebsökonom, alt Gemeindepräsident von Neftenbach.Frank Rühli, 1971, Professor und Dekan an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich, alt Stadtparlamentarier von Zürich.Monika Keller.PDDie Aufgabe, den Sitz der abtretenden Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh zu sichern, wird dem Favoriten Andri Silberschmidt zufallen. Seine Mitstreiterin oder sein Mitstreiter wird den schwierigen Job haben, den zweiten Sitz zu erobern. Die Ausgangslage dafür ist allerdings so gut wie schon lange nicht mehr: Von den sieben Sitzen im Regierungsrat werden sicher drei und möglicherweise sogar vier oder fünf frei.Frank Rühli.PDVon den drei Personen war bis jetzt nur Frank Rühli als möglicher Kandidat aufgefallen. Er hatte sich selbst schon vor Wochen ins Gespräch gebracht und auch bereits eine Kampagnen-Website aufgeschaltet, auf der er sich als Regierungsratskandidat präsentiert.Die FDP-Delegierten werden am 23. Juni entscheiden, wen sie ins Rennen schicken. Die Regierungsratswahlen selbst finden am 4. April 2027 statt.Martin Huber.PDPassend zum Artikel