KurzmeldungenDie neusten Meldungen aus dem Kanton.NZZ-Redaktion15.05.2026, 10.18 UhrAktualisiertPërparim Avdili bleibt Präsident der Stadtzürcher FDPDas Führungstrio der Stadtzürcher FDP: die neue Vizepräsidentin Alana Gerdes, Präsident Përparim Avdili und Vizepräsidentin Sonja Rueff-Frenkel.PDfpr. Bleibt Përparim Avdili Präsident der Stadtzürcher FDP? Das war eine der grossen Fragen im Nachgang der Erneuerungswahlen am 8. März. Für die FDP war der Wahltag eine enttäuschende Angelegenheit: Der Parteipräsident und Stadtpräsidiumskandidat Avdili verpasste die Wahl in den Stadtrat. Den frei werdenden Sitz von Filippo Leutenegger schnappte sich der grüne Nationalrat Balthasar Glättli. Immerhin konnten die Freisinnigen im Gemeinderat zwei Sitze hinzugewinnen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Kurz vor Auffahrt haben die FDP-Delegierten entschieden und Avdili für zwei weitere Jahre als Parteipräsidenten bestätigt. Veränderungen gibt es aber bei den Vizepräsidien. Hier setzt die Partei neu auf ein weibliches Duo. Neben Kantonsrätin Sonja Rueff-Frenkel wurde die Neo-Gemeinderätin Alana Gerdes als Vizepräsidentin gewählt. Sie folgt auf Patrik Brunner.Erstes Nest der Asiatischen Hornisse in Winterthur nachgewiesenDie Beine der Asiatischen Hornisse enden in gelber Farbe. Jene der Europäischen Hornisse sind braun.Imagobai. Ein Nest der Asiatischen Hornisse ist in Winterthur nachgewiesen worden. Das teilt die Stadt Winterthur am Freitag mit. Das im Lindquartier gefundene Nest sei das erste bestätigte dieser Art, heisst es. Unterdessen ist es entfernt worden.Die Asiatische Hornisse stammt aus Südostasien. Sie hat in Europa kaum natürliche Feinde und vermehrt sich daher stark. Um ihre Larven zu ernähren, jagt sie Honigbienen und gefährdet die einheimische Insektenvielfalt. Daher wird sie bekämpft, ihre Nester werden entfernt. Verdächtige Funde sollen umgehend auf der nationalen Meldeplattform asiatischehornisse.ch eingetragen werden.Erst vor wenigen Tagen meldete Flurlingen im Weinland den Fund eines Nests. Seit 2023 wurden die Tiere im Kanton Zürich nachgewiesen. Asiatische Hornissen breiten sich in der Schweiz seit 2017 vom Westen her rasch aus. Ihre Nester befinden sich in der Nähe von Siedlungen oder in Baumkronen. Die Stadt Winterthur hält weiter fest, wer eine verdächtige Hornisse oder ein Nest sehe, solle beim Fotografieren fünf Meter Abstand halten und Erschütterungen vermeiden. Allfällige Stiche seien äusserst schmerzhaft. Das Gift der Asiatischen Hornisse sei gleich stark wie jenes der einheimischen Hornisse. Das Insekt sei für den Menschen jedoch nur bei allergischen Reaktionen lebensbedrohlich.Zürcher Regierungsrat schärft Strategie für den FlughafenDer Zürcher Regierungsrat will messen können, ob der Flughafen seine strategischen Ziele erreicht.Keystonefpr. Der Kanton Zürich hält mit etwas mehr als einem Drittel des Aktienkapitals eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an der börsenkotierten Flughafen Zürich AG und stellt drei von acht Verwaltungsräten. Wie der Regierungsrat am Donnerstag (30. 4.) in einer Mitteilung schreibt, hat er nun seine Eigentümerstrategie für den Flughafen überarbeitet.Die strategischen Ziele seien neu konsequent auf die Interessen des Kantons ausgerichtet. Im Vergleich zu anderen europäischen Drehkreuzen solle der Flughafen Zürich eine der qualitativ besten Infrastrukturen bieten und gut erreichbar sein, schreibt der Regierungsrat. Weiter strebe er eine «sukzessive Verringerung der Flugbewegungen nach 23 Uhr» an. Zudem solle der Flughafen seine Treibhausgasemissionen reduzieren.Um überprüfen zu können, inwiefern die gesetzten Ziele erreicht werden, werde der Regierungsrat quantitative und qualitative Messgrössen definieren.Um die Rollen und Aufgaben des Kantons zu klären, den Informationsfluss zu regeln und das Strategie- und Risikocontrolling zu schärfen, hat der Regierungsrat ein Governance-Konzept für die Flughafen Zürich AG festgesetzt. Konkret geht es darum, die kantonale Beteiligung transparenter zu steuern, die Aufsicht zeitgemässer zu gestalten sowie die Oberaufsicht des Kantonsrats besser zu unterstützen. Weiter würden die Prozesse zur Unterstützung der kantonalen Vertretung im Verwaltungsrat von Controlling und Berichterstattung getrennt. Zudem sei das kantonale Risikomanagement ausgebaut worden. Damit komme der Regierungsrat auch den Forderungen der Finanzkontrolle und des Kantonsrats nach.Die neue Eigentümerstrategie muss nun vom Kantonsrat genehmigt werden.Beschwerde gegen Umnutzung des Corso-Hauses abgelehntDas Kino Corso soll nur noch bis zum Jahr 2029 betrieben werden.Claudio Thoma / Keystoneheu. Die FDP der Stadt Zürich ist juristisch gegen die geplante Umnutzung des Corso-Hauses vorgegangen. Die historische Liegenschaft am Bellevue soll aufwendig saniert, das gleichnamige Kino nur noch bis zum Jahr 2029 betrieben werden. Dies entschied der Stadtrat im Januar und erhöhte den Projektierungskredit um 5 Millionen Franken.Dagegen reichte die FDP Beschwerde beim Bezirksrat ein. Sie forderte, dass über den «dramatischen Eingriff» in eine Kulturstätte das Stadtparlament entscheide. Nun hat der Bezirksrat die Beschwerde abgelehnt, wie die Partei am Montag (27. 4.) mitteilt. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass der Stadtrat die Mittel zur Projektierung in Eigenregie sprechen dürfe. Die Einstellung des dauerhaften Kinobetriebs im Corso stelle keine wesentliche Nutzungsänderung des Gebäudes dar.Die FDP zeigt sich enttäuscht über den Entscheid. Sie fordert den neu gewählten Stadtrat und designierten Stadtpräsidenten Raphael Golta auf, einen «historischen Fehler» zu vermeiden und die Schliessung des Kinos zu stoppen.Freibad Auhof wird für 28 Millionen Franken saniertDas Freibad Auhof in einer undatierten Aufnahme von Max Hellstern.Baugeschichtliches Archivbai. Fast 70 Jahre nach seiner Eröffnung steht das Freibad Auhof in Zürich Schwamendingen vor einer Erneuerung. Die Stadt will die denkmalgeschützte Anlage instand setzen und vergrössern. Das «Auhof» wurde als dritte Freibadanlage der Stadt zwischen 1956 und 1958 erbaut. Es ist ein typisches Beispiel für die Architektur des Brutalismus der Nachkriegszeit.Wie es in einer Mitteilung des Stadtrats heisst, sollen bis zum Beginn der Badesaison 2029 Gebäudehüllen, Dächer und Schwimmbecken saniert werden. Badtechnik und Wasseraufbereitung werden auf den neusten Stand der Technik gebracht. Auch die Sanitäranlagen werden erneuert und die Gasheizung durch Fernwärme ersetzt.Gleichzeitig setzt die Stadt mit der Erweiterung der Anlage einen Auftrag aus dem Gemeinderat um: Das ehemalige Lehrschwimmbecken wird auf knapp 320 Quadratmeter Fläche verdoppelt und als Erlebnisbecken mit Strömungskanal sowie Rutsche ausgestaltet. Auch die Liegewiese wird erweitert. Eine modernisierte Küche und ein Standort für einen Food-Truck runden das Vorhaben ab.Wegen der Bauarbeiten bleibt die Anlage in den Badesaisons 2027 und 2028 geschlossen.Das hat seinen Preis: Der Stadtrat bewilligt für die Instandsetzung gebundene Ausgaben von 27,7 Millionen Franken. Mit dem vom Gemeinderat bewilligten Kredit für die Erweiterung betragen die Gesamtausgaben 36,9 Millionen Franken.Der Zürcher Regierungsrat verankert das Modell der Forensic Nurses dauerhaftDie Nachfrage nach dem Dienst der Forensic Nurses ist höher als erwartet.Simon Tanner / NZZbai. Nur gegen einen Bruchteil der Täter von sexueller und häuslicher Gewalt wird Anzeige erhoben. Diesen Missstand will der Kanton Zürich angehen. Seit zwei Jahren sind versuchsweise sogenannte Forensic Nurses im Einsatz. Das sind auf Spurensicherung spezialisierte Pflegefachkräfte.Dieser aufsuchende Dienst wurde im Frühling 2024 am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich gestartet, die Pilotphase läuft noch bis Ende 2026. Die Gesundheitsdirektion, die Justizdirektion, die Bildungsdirektion sowie die Sicherheitsdirektion setzen dies gemeinsam um. Betroffene können sich über die kostenlose Telefonnummer 0800 09 09 09 melden oder sich an einen Spitalnotfall im Kanton wenden. Die Forensic Nurses rücken rund um die Uhr aus.Wegen der hohen Nachfrage beschliesst der Regierungsrat, dass der Dienst langfristig weitergeführt und finanziell gesichert werden soll. Wie es in der Mitteilung vom Donnerstag heisst, sind die Forensic Nurses im Kanton ein einzigartiges Angebot. Die Regierung bewilligt für 2027 bis 2030 eine gebundene Ausgabe von insgesamt über 8,6 Millionen Franken.Zur Begründung wird in dem Beschluss eine externe Evaluation zitiert, welche das Institut für Gesundheitsökonomie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften erstellt hat. Der Dienst bringe einen «klaren Mehrwert». Die Professionalität der Forensic Nurses führe zur angestrebten Entlastung bei den Opfern sowie beim nicht auf forensische Untersuchungen spezialisierten Gesundheitspersonal in den Spitälern. Letztere, Opferberatungsstellen, Staatsanwaltschaft und Polizei hätten die Leistungserbringung durchwegs positiv bewertet.Es heisst weiter, die Notwendigkeit der Forensic Nurses zeige sich in der Nachfrage: Von April bis Dezember 2024 seien statt der erwarteten 150 Fälle insgesamt 279 forensische Untersuchungen und Telefonberatungen verzeichnet worden. Auch 2025 habe die Nachfrage mit 512 Fällen klar über den Erwartungen gelegen. In 13 Prozent der Fälle sei eine nachträgliche Anzeige erfolgt. Das sei für die ersten eineinhalb Jahre des Pilotprojekts ein hoher Wert.Der Dienst solle zudem schrittweise weiterentwickelt werden. Geplant ist laut Beschluss, bis Anfang 2028 eine ambulante Anlaufstelle für Opfer zu schaffen, die keine Spitalbehandlung benötigen. Damit werde auch das Anliegen einer überwiesenen Motion betreffend Einrichtung von Krisenzentren für Opfer sexueller Gewalt aufgenommen.Stadt will Beratungsangebot für Sans-Papiers ausbauenheu. Die Stadt Zürich will das Beratungsangebot für Sans-Papiers ausbauen. Anfragen an die entsprechende Anlaufstelle hätten in den letzten Jahren deutlich zugenommen, teilt die Stadt mit – sowohl in der Zahl als auch in der Komplexität.Die bisherige Finanzierung reiche nicht mehr aus, um den Bedarf angemessen zu decken. Deshalb beantragt der Stadtrat dem Parlament, den jährlichen leistungsabhängigen Beitrag an die Anlaufstelle für die Jahre 2027 bis 2030 von bisher 94 100 Franken auf neu 160 000 Franken zu erhöhen.Die Beratungen in der Anlaufstelle werden in acht Sprachen angeboten. Themen sind Sozialversicherungen, Bildungsangebote und Schulpflicht, Arbeitsrecht, zivilstandsrechtliche Fragen und Aufenthaltsstatus. Ein besonderes Augenmerk legt die Anlaufstelle auf Frauen. Viele von ihnen arbeiten gemäss Stadtrat unter prekären Bedingungen in Privathaushalten.Die Anlaufstelle engagiere sich zu ihrem Schutz vor Ausbeutung und unterstütze die Frauen etwa dabei, Angebote der Gesundheitsversorgung in Anspruch zu nehmen. Viele seien alleinerziehende Mütter. Diese erhielten Beratung bei Fragen in Zusammenhang mit Geburt, Mutterschaft oder Einschulung von Kindern.Ein wichtiger Teil des Beratungsangebots sind laut dem Stadtrat Fragen rund um das Thema Krankenversicherung. Seit Sommer 2024 stellt die Anlaufstelle im Namen von Sans-Papiers Anträge auf die Übernahme von Krankenkassenprämien – dies im Rahmen eines Pilotprojekts. So sollen Sans-Papiers, bei denen sich hohe Gesundheitskosten abzeichnen, eine Krankenversicherung abschliessen können.Stadt hebt 43 Parkplätze in der Altstadt aufheu. Die Stadt Zürich will für Fussgänger und Velofahrer in der Zähringerstrasse und der Häringstrasse in der Altstadt mehr Platz schaffen. Sie hebt deshalb die 43 weissen Parkplätze an den beiden Strassen auf, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch (15. 4.) heisst.Heute werde an diesen Strassen viel Fläche durch parkierte Autos beansprucht, schreibt die Stadt. Die Trottoirs seien schmal und schränkten den Fussverkehr ein. Neu ist eine Fussgängerzone vorgesehen, in der Velofahrerinnen und Velofahrer im Schritttempo fahren dürfen.Die Parkplätze werden aufgehoben, weil die Stadt deren Fläche für «Aufwertungsmassnahmen» benötigt. Aufgehoben wird auch der Bereich der heutigen Fahrbahn. 27 neue Bäume sollen die bestehende Allee ergänzen. Für die entsprechenden Aufwertungen beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat neue einmalige Ausgaben von 8,57 Millionen Franken.Die Anlieferung von Gütern soll in den beiden Strassen weiterhin möglich sein. Weil aber der Güterumschlag in der Fussgängerzone grundsätzlich überall erlaubt ist, werden die markierten Güterumschlagplätze ebenfalls aufgehoben.Wie die Stadt weiter mitteilt, soll ausserdem die Bushaltestelle Central in Richtung Kunsthaus, die sich am Anfang der Zähringerstrasse befindet, hindernisfrei ausgebaut werden. Dafür wird die Haltekante erhöht und verschoben, damit der Bus in einer Geraden halten kann. Eine neue Möblierung und ein Informationssystem sollen die Haltestelle aufwerten. Dafür hat der Stadtrat in eigener Kompetenz gebundene einmalige Ausgaben von 387 000 Franken bewilligt.Der Baubeginn wird mit dem Strassenbauprojekt Nieder- und Oberdorf koordiniert und ist für Herbst geplant. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2027.Zürcher Firma gibt Kampf um 95-Millionen-Franken-Auftrag aufEs ging bei der Beschwerde um den Auftrag für das neue Klinikinformationssystem.Christoph Ruckstuhl / NZZhub. Es wirkt wie ein Déjà-vu, wie das Echo der News von letzter Woche. Erneut geht es um einen immensen staatlichen Auftrag, der an ein ausländisches Unternehmen gegangen ist. Und erneut gibt der unterlegene Schweizer Mitbewerber seinen juristischen Widerstand gegen den Entscheid auf, begleitet von bitteren Worten.So war das am 6. April, als der Bahnbauer Stadler bekanntgab, seinen Rekurs gegen die Vergabe eines Milliardenauftrags der SBB an Siemens zurückzuziehen. Und so ist es auch an diesem 14. April, an dem das Zürcher Softwareunternehmen Cistec seine Beschwerde gegen die 95-Millionen-Franken-Bestellung des Universitätsspitals bei der amerikanischen Firma Epic Systems zurückzieht.Cistec akzeptiert damit zwar den Vergabeentscheid, macht aber zugleich deutlich, dass es ihn nicht fair findet. Das Spital habe die Vorgaben so gestaltet, dass Epic bevorteilt gewesen sei. Die Unterlagen, die Cistec als Reaktion auf die Beschwerde zur Verfügung gestellt worden seien, seien jedoch so «stark geschwärzt» gewesen, dass sie nur eingeschränkt Einsicht erlaubt hätten. Diese «eingeschränkte Informationslage» sei der Grund, weshalb man das Verfahren nicht weiterziehe.Fast identisch hatte auch Stadler argumentiert. Dies, obwohl Rückzüge von Beschwerden unter Verweis auf Schwärzungen mit gutem Grund eher selten sind. Eine Expertin für Verwaltungsrecht an der Uni St. Gallen erklärte dies in der NZZ so: Es sei bei Ausschreibungen allen beteiligten Firmen bewusst, dass die Geschäftsgeheimnisse der Mitbewerber geschützt blieben, falls ein Entscheid angefochten werde. Nur das Gericht müsse in alle Dokumente uneingeschränkt Einsicht haben.Beim Auftrag des Universitätsspitals geht es um ein neues Klinikinformationssystem – jene Software, in der fast alle Daten des Spitalbetriebs zusammenlaufen. In der Zürcher Politik gibt es Kritik an dem Entscheid, auf das Produkt des Weltmarktführers Epic zu setzen. Nicht nur wegen der vergleichsweise hohen Folgekosten, die dieses an anderen Spitälern ausgelöst hat. Sondern unter anderem auch deshalb, weil es Bedenken gibt in Bezug darauf, wie gut die Daten von Patienten geschützt sind.Windkraft: Kanton gewinnt vor Gericht gegen zwei GemeindenIn den meisten Fällen sind Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von über 200 Metern vorgesehen.Suisse Eolezge. Die Zürcher Baudirektion sieht in 19 Gebieten im Kanton Potenzial für Windkraftanlagen. In den betroffenen Gemeinden stossen die Pläne zum Teil aber auf erbitterten Widerstand. Der Streit wird politisch und juristisch geführt.In zwei Fällen hat der Kanton nun vor Gericht gewonnen. Das kantonale Baurekursgericht hat entschieden, dass es den Gemeinden Hinwil und Hittnau nicht zusteht, in ihren Bau- und Zonenordnungen (BZO) Abstandsvorschriften für Windanlagen festzusetzen.Hinwil verlangte einen Mindestabstand von 1000 Metern zu bewohnten Gebäuden, Hittnau einen von 800 Metern. Hinwil wollte zudem die Höhe der Anlagen auf höchstens 120 Meter begrenzen.Die Baudirektion hatte sich geweigert, die entsprechenden Änderungen in den BZO zu genehmigen. Das Baurekursgericht hat dieses Vorgehen nun gestützt. Dies geht aus den beiden Entscheiden hervor.Die Gemeinden hätten gar keine Kompetenz, für die Standorte der Windanlagen Vorschriften zu erlassen. Daran ändere sich auch nichts, wenn solche Vorschriften die einzige Möglichkeit für die Gemeinden seien, auf den Bau der Anlagen Einfluss zu nehmen. Es handle sich auch nicht um eine Verletzung der Gemeindeautonomie.Die beiden Entscheide, die noch nicht rechtskräftig sind, haben Signalwirkung für weitere Gemeinden, welche Windanlagen mit kommunalen Regelungen einschränken oder verhindern wollen. Sie sind aber kein Freipass für den Bau der Anlagen: Diese müssen einen umfangreichen Bewilligungsprozess durchlaufen und insbesondere eine Umweltverträglichkeitsprüfung bestehen.Der Kanton Zürich will mit der Windkraft die Abhängigkeit von Öl und Gas sowie von Stromimporten aus dem Ausland reduzieren. Gerade im Winterhalbjahr soll die Versorgungssicherheit erhöht werden.Zürich will Transparenzregeln für Politikfinanzierungjhu. Wer zahlt, befiehlt, sagt man. Und darum interessiert es die Öffentlichkeit auch, wer für Wahl- und Abstimmungskampagnen Geld spendet. Mit der Transparenz halten es Parteien und Organisationen unterschiedlich. Die Stadt Zürich will nun aber verbindliche Regeln setzen – und beantragt dem Parlament, eine entsprechende Verordnung zu erlassen. Dies hat die Stadt am Mittwoch (1. 4.) mitgeteilt.Der Stadtrat nimmt sich dabei die Stadt Bern als Vorbild, die Transparenzvorgaben bereits eingeführt hat. Parteien, die im Zürcher Stadtparlament vertreten sind, sollen in Zukunft jährlich ihre Finanzierung offenlegen. Dabei müssen sie auch die Identität jener Personen und Institutionen bekanntgeben, die der Partei eine Zuwendung von 5000 Franken und mehr haben zukommen lassen. Die gleichen Offenlegungspflichten sollen künftig auch für städtische Wahl- und Abstimmungskampagnen gelten. Zudem wird es untersagt sein, anonyme Zuwendungen sowie Zuwendungen aus dem Ausland anzunehmen.Kontrolliert werden die Angaben von der Stadtkanzlei, welche die eingereichten Unterlagen formell sowie auf Plausibilität prüft. Anschliessend veröffentlicht sie die Angaben auf der städtischen Website.Der Stadtrat setzt damit eine Motion von SP, Grünen, AL, GLP und EVP um. Der Gemeinderat hat den Vorstoss bereits 2022 überwiesen. Der Stadtrat wartete mit der Umsetzung aber zu, weil auch auf kantonaler Ebene die Einführung von Transparenzvorgaben in Diskussion sind. Zwar ist immer noch nicht klar, wie es beim Kanton weitergeht. Nachdem der Stadtrat die Frist zur Umsetzung der Motion aber bereits zweimal verlängert hat, musste er nun handeln – eine dritte Fristverlängerung ist bei Motionen nicht zulässig.Bericht zu Vorfällen in Zürcher Herzchirurgie erscheint im MaiNatalie Rickli will künftig im Unispital härter durchgreifen können.Ennio Leanza / Keystonejhu. Vor zwei Jahren hat die Führung des Zürcher Universitätsspitals angekündigt, die Vorfälle in der herzchirurgischen Klinik des Spitals von einer unabhängigen Kommission untersuchen zu lassen. Damals war eine Affäre wieder hochgekocht, die das Spital und die Öffentlichkeit bereits seit 2020 umtreibt. Der Herzklinik und ihrem damaligen Direktor Francesco Maisano wird vorgeworfen, das Patientenwohl gefährdet zu haben. Die Kommission unter der Leitung des ehemaligen Bundesrichters Niklaus Oberholzer untersucht unter anderem sämtliche Todesfälle, die sich in der Klinik im Zeitraum von 2015 bis 2021 ereignet haben.Die Sache ist also von einiger Brisanz und sorgte am Montag (30. 3.) im Kantonsrat für Diskussionen – ausgelöst durch einen Vorstoss der FDP-Kantonsrätinnen Linda Camenisch, Corinne Hoss-Blatter und Barbara Franzen. Sie kritisierten die Aufarbeitung der Affäre sowie die lange Dauer der Untersuchung. «Den Fällen aus den Jahren 2015 und 2016 droht bereits die Verjährung», sagte Camenisch.Die Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) wehrte sich gegen den Vorwurf, zu wenig unternommen zu haben. Und sie gab bekannt, dass der Bericht in Kürze veröffentlicht werde. Am 7. Mai werde die zuständige Kantonsratskommission von Oberholzer informiert, im Anschluss wird der Bericht publiziert. Um in Zukunft noch stärker durchgreifen zu können, will Rickli zudem eine Verordnung anpassen, welche den Spitalrat betrifft. Sie will, dass die Gesundheitsdirektion den Spitalrat künftig «in besonders gravierenden Fällen» anweisen kann, eine Administrativuntersuchung einzuleiten. Heute seien ihr diesbezüglich die Hände gebunden.Experten kontrollieren unangemeldet Ausgehlokale – gutes Zeugnis für acht Zürcher KlubsWie steht es um den Brandschutz in den Stadtzürcher Klubs? In der Nacht auf Samstag haben Experten Klubs und Bars geprüft.Annick Ramp / NZZbai. Nach der Feuerkatastrophe in Crans-Montana, die 41 Todesopfer forderte, rückte der Brandschutz in der Zürcher Klubszene in den Fokus. Alexander Bücheli, Mediensprecher und Geschäftsführer der Schweizer Bar- und Clubkommission, sagte zwei Tage nach dem verheerenden Brand im Walliser Tourismusort zur NZZ, die Vorschriften seien sehr streng. Klubs und Bars würden regelmässig überprüft. Da gehe es um die Frage, ob die Notausgänge frei gehalten würden, ob Bühnenvorhänge und Dekorationsmaterial nicht aus entflammbarem Material bestünden. Er betonte: «Selbst wenn jemand eine offene Flamme an ein Material hält, darf sich dieses nicht entzünden.»Nun stellt auch die kantonale Gebäudeversicherung (GVZ) den Stadtzürcher Ausgehlokalen ein gutes Zeugnis aus. In der Nacht auf Samstag haben Brandschutzexperten von Schutz und Rettung Zürich für die GVZ insgesamt acht Klubs, Bars und Discos unangemeldete Besuche abgestattet.Die Experten prüften die Fluchtwege und kontrollierten, ob Baumaterialien und Dekorationen den Brandschutzanforderungen entsprechen. Weiter überprüften sie, ob der Zugang für die Feuerwehr jederzeit möglich ist.Wie die Gebäudeversicherung am Montag in einer Mitteilung schreibt, hätten sich die Betreiber aller Lokale «sehr kooperativ» gezeigt. Auch seien die Security-Mitarbeiter bestens über Fluchtwege und vorhandene Löschmittel informiert gewesen.Zur Anzahl der anwesenden Besucher hätten die Experten «umgehend und professionell» Auskunft erhalten. Lars Mülli, Direktor der Gebäudeversicherung, lobte alle kontrollierten Betriebe. Einzig in einem Fall habe der Fluchtweg von unzulässigen Gegenständen freigeräumt werden müssen.In der Stadt Zürich führen Brandschutzexperten von Schutz und Rettung für die kantonale Gebäudeversicherung feuerpolizeiliche Aufgaben durch. Dazu gehören regelmässige Kontrollen von Klubs. Diese können jederzeit auch unangemeldet erfolgen, etwa bei einem Verdacht. Klubs, Theater und weitere Versammlungsräume für bis zu 300 Personen werden mindestens alle vier Jahre kontrolliert, Lokale für mehr als 300 Gäste alle zwei Jahre.David Garcia Nuñez (AL) rückt in den Kantonsrat nachDavid Garcia Nuñez ist bald auch noch Kantonsrat.PDheu. Im Zürcher Kantonsrat kommt es zu einem prominenten Wechsel: Der Co-Chef der Stadtzürcher AL-Fraktion, David Garcia Nuñez, rückt für Lisa Letnansky nach. Die 40-Jährige tritt aus beruflichen Gründen zurück. Sie übernimmt die Co-Leitung des Tanzhauses Zürich.Die Personalie kommt überraschend. Garcia Nuñez hatte bei den Wahlen 2023 in einem anderen Wahlkreis für den Kantonsrat kandidiert als Letnansky. Die vier Frauen, die hinter ihr auf der AL-Liste des Kreises 4+5 standen, verzichteten aber laut einer Mitteilung der Partei «aus persönlichen und beruflichen Gründen» auf das Mandat. Garcia Nuñez bewarb sich intern und wurde nun als Nachfolger bestimmt.Der 50-Jährige ist seit 2017 Mitglied des Stadtparlaments und seit 2022 Co-Fraktionschef der AL. Ab April will er zusätzlich das Kantonsratsamt übernehmen. Garcia Nuñez ist Arzt und arbeitet als Leiter Innovations-Focus Geschlechtervarianz am Universitätsspital Basel. Im Stadtparlament hat er die AL neu ausgerichtet auf Gesundheitsthemen.Zu einem Wechsel kommt es auch in der SP-Fraktion: Michèle Dünki-Bättig, Co-Präsidentin der Kantonalpartei, rückt im Nationalrat nach. Sie ersetzt Céline Widmer, die in den Zürcher Stadtrat gewählt wurde. Auf Dünki-Bättig folgt Kurt Altenburger (67). Er ist Gemeindepräsident von Rafz.In 11 Prozent der Milch erhöhte PFAS-Werte gefundenMilchviehbetriebe haben 2025 ihre Milch auf PFAS testen lassen können.Ennio Leanza / Keystonebai. Der Kanton Zürich hat die PFAS-Belastung der regional produzierten Milch untersuchen lassen. Die gute Nachricht lautet: Im grössten Teil der Milch sind keine oder nur geringfügige Rückstände von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) nachweisbar.Die potenziell krebserregenden Stoffe werden seit den 1970er Jahren breit eingesetzt und sind wegen ihrer Langlebigkeit in der Umwelt sowie in Lebensmitteln nachweisbar.2025 hat der Kanton allen Milchviehbetrieben die Gelegenheit gegeben, ihre Milch kostenlos auf PFAS-Rückstände untersuchen zu lassen. Wie die Baudirektion und die Gesundheitsdirektion in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben, ist es das Ziel dieses freiwilligen Milchmonitorings gewesen, allfällige Belastungen frühzeitig zu erkennen. Betroffene Landwirtschaftsbetriebe könnten reagieren, bevor gesetzliche Höchstwerte für Milch und Milchprodukte in Kraft träten.Die Teilnahme war rege, fast alle Milchviehbetriebe im Kanton stellten eine Probe für die Analyse im Kantonalen Labor zur Verfügung. In 89 Prozent, was 650 Proben entspricht, sind laut dem Communiqué keine oder kaum PFAS nachweisbar.Bei 11 Prozent der Betriebe (82 Proben) waren PFAS-Rückstände entsprechend diesem Richtwert oder darüber nachweisbar. Insgesamt wurden Proben von 732 Betrieben analysiert.Bei der festgestellten Belastung handelt es sich ausschliesslich um die in der Schweiz seit 2011 verbotene Substanz PFOS (Perfluoroctansulfonsäure). Diese wurde in der Vergangenheit breit eingesetzt, unter anderem in Feuerlöschschäumen, Verpackungsmaterial oder Oberflächenbeschichtungen.PFAS sind wasser-, fett- und schmutzabweisend und haben eine hohe Stabilität. Deshalb bauen sie sich in der Umwelt praktisch nicht ab und werden auch «Ewigkeitschemikalien» genannt. Über Böden und Gewässer gelangen PFAS ins Trinkwasser sowie in Lebensmittel.PFAS-Quellen finden sich zum Beispiel in Outdoor-Kleidern. Im Video wird erklärt, warum die Chemikalien nur langsam und unzulänglich aus den Produkten entfernt werden.Im menschlichen Körper können PFAS möglicherweise zu Störungen des Immunsystems, des Fettstoffwechsels und des Wachstums oder zu Krebs führen. Die beiden Direktionen halten fest: Durch den Konsum einzelner Lebensmittel, die PFAS enthalten würden, entstehe laut neustem Wissensstand keine akute gesundheitliche Gefährdung. Trotzdem solle die Belastung der Bevölkerung möglichst tief gehalten werden.Der Bauernverband schreibt, das Monitoring zeige, dass Zürcher Milch «grundsätzlich bedenkenlos» konsumiert werden könne. Beim Richtwert, den wenige Betriebe erreicht hätten, handle es sich jedoch nicht um einen Höchst-, sondern um einen Orientierungswert, ab dem Abklärungen empfohlen würden.Die Grünen geben sich derweil «besorgt». Die Schlussfolgerung der Regierung, dass keine akute Gesundheitsgefährdung bestehe, greife zu kurz und blende die langfristigen Risiken aus. Wenn es nach den Grünen geht, soll das Verursacherprinzip angewendet werden: Wer PFAS in den Umlauf gebracht habe, müsse sich an den Kosten für Sanierung und ein künftiges Monitoring beteiligen.Die Grünen haben deshalb im Zürcher Kantonsrat am Montag gleich vier Vorstösse zum Thema eingereicht. Sie verlangen mit diesen eine bessere Aufklärung der Konsumenten, einen kantonalen PFAS-Reduktionsplan und Entschädigungen für die betroffenen Landwirte.Yasmine Bourgeois (FDP) verlässt das Zürcher StadtparlamentYasmine Bourgeois wird nicht länger im Stadtparlament politisieren.Pdjhu. Sie wurde am 8. März mit einem Glanzresultat fürs Zürcher Stadtparlament wiedergewählt. Doch jetzt tritt sie den Posten gar nicht an: Die FDP hat am Mittwoch (25. 3.) mitgeteilt, dass Yasmine Bourgeois auf ihr Gemeinderatsmandat verzichtet. Der Grund ist ein banaler: Sie zieht weg aus der Stadt – nach Ebmatingen in der Gemeinde Maur.Sie sei aufgrund familiärer Umstände zu einem Wohnungswechsel gezwungen gewesen, schreibt die FDP, und habe trotz intensiver Suche keine passende Bleibe für sich und ihre Familie in der Stadt gefunden. «Zürich wird damit zunehmend zu einer Stadt, in der auch der Mittelstand kaum mehr Platz findet», schreibt die Partei und verortet die Ursache des Problems in der rot-grünen Politik, die das Angebot verknappe und Investitionen hemme.Bourgeois schreibt, ihr falle der Abschied aus dem Gemeinderat schwer. Sie wolle sich aber weiter politisch engagieren, namentlich im Bildungsbereich. Die Schulleiterin hat sich in den letzten Jahren als Bildungspolitikerin einen Namen gemacht. So kritisierte sie, dass die integrative Schule die Lehrpersonen überlaste und für Unruhe in den Klassenzimmern sorge.Sie lancierte deshalb zusammen mit anderen die Förderklassen-Initiative. Das Ziel: Besonders schwierige Schülerinnen und Schüler sollen bei Bedarf in Förderklassen geschickt werden können, in denen sie mindestens für ein Semester getrennt von ihrer angestammten Klasse unterrichtet werden. Im Frühling hat der Kantonsrat der Initiative zugestimmt, im November legte Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) ihren Plan zu deren Umsetzung vor.Dieser wurde von FDP, SVP und GLP kritisiert. Bourgeois teilt denn auch mit, dass sie die Umsetzung der Initiative auf Kantonsebene genau verfolgen werde.Auf Bourgeois folgt in der kommenden Legislatur im Gemeinderat Brenda Mäder. Sie war von 2009 bis 2012 Präsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz und ist beruflich als Geschäftsleitungsmitglied des Textilunternehmens Calida tätig.Höhere Betriebsbeiträge in subventionierten Kulturinstitutionenheu. Die Stadt Zürich will die Betriebsbeiträge von 39 subventionierten Kulturinstitutionen erhöhen, um in diesen angemessene Entschädigungen für ihr Personal zu ermöglichen. Dies teilt der Stadtrat am Mittwoch (25. 3.) mit.Spätestens in der Pandemie sei die prekäre Situation vieler Kunstschaffender deutlich geworden. In den von der Stadt geförderten Projekten sollen mindestens die von den Berufsverbänden empfohlenen Honorare für Kulturschaffende bezahlt werden. So verlangten es auch SP, Grüne und AL in einem an den Stadtrat überwiesenen Vorstoss. Die Stadt hat faire Arbeitsbedingungen als strategisches Ziel ins aktuelle Kulturleitbild aufgenommen.Mit einer Erhebung bei den betroffenen Kulturinstitutionen und einer Auswertung dieser Daten hat die Stadt die dafür notwendigen zusätzlichen Mittel eruiert. Im Rahmen der Umsetzung der Motion sollen die jährlichen Betriebsbeiträge an 39 Kulturinstitutionen auf das Jahr 2028 erhöht werden.Die dadurch entstehenden zusätzlichen jährlichen Kosten betragen insgesamt rund 4,62 Millionen Franken. Davon kommen rund 1,18 Millionen Franken der freien Szene zugute – in Form von Honoraren für freie Kunstschaffende und Löhnen für befristete Engagements.Mit der Umsetzung der Motion könne die Entschädigungssituation in den Institutionen und bei den dort auftretenden Kunstschaffenden der freien Szene «massgeblich verbessert» werden, schreibt die Stadt.Einwassern von Gummibooten am Höngger Wehr momentan nicht möglichWährend der Bauzeit befindet sich die letzte mögliche Ausstiegsstelle unterhalb der Europabrücke.Stadt Zürichbai. Sich an einem Sommerwochenende mit dem Gummiboot die Limmat hinuntertreiben zu lassen, ist ein Zürcher Volkssport. Doch so gemütlich das wirken mag – immer wieder ist es zu gefährlichen Situationen gekommen.So etwa sei das jeweils im Bereich des Höngger Wehrs geschehen, schreibt das Stadtzürcher Tiefbauamt in einer Mitteilung vom Montag. Im Juli 2021 gerieten dort drei Gummibootfahrer in Lebensgefahr, da sie den Ausstieg verpasst hatten. Zwei der Passagiere wurden übers Wehr hinuntergespült. Nur mit Glück konnten sie sich aus dem Sog der Wassermassen befreien.Daraufhin reagierte die Stadt. Sie verbesserte die Sicherheit mit provisorischen Aus- und Wiedereinstiegsstellen.Diese Provisorien sollen nun durch langfristig nutzbare Anlagen für das Umgehen des Wehrs ersetzt werden, wie es heisst. Das Passieren geschieht nach wie vor zu Fuss. Beim Höngger Wehr ist momentan eine 35 Meter lange Ausstiegsstelle im Bau. Dort sollen dereinst mehrere Boote gleichzeitig anlegen können. Die Wiedereinstiegsstelle unterhalb des Wehrs wird derweil naturnah gestaltet. Des Weiteren will das Tiefbauamt den Fischerweg verbreitern. Dies, damit Fussgänger, Velofahrerinnen und Böötler gut aneinander vorbeikämen, wie es heisst. Die Bauarbeiten haben schon Mitte Februar begonnen und dauern bis Ende Juli.Für die Böötler entscheidend ist: Während der Bauzeit befindet sich die letzte mögliche Ausstiegsstelle unterhalb der Europabrücke. Diese Stelle ist auf der Limmat signalisiert. Der Fischerweg und die Einstiegsstelle unterhalb des Höngger Wehrs bis zum Werdhölzlisteg, also der blauen Brücke, sind bis Anfang Mai gesperrt. Das Tiefbaudepartement hält fest, dass in dieser Zeit dort das Einwassern der Freizeitboote nicht möglich sei. Es gebe keine Alternative. Es heisst: «Alle Böötler*innen werden darum gebeten, ihre Touren entsprechend zu planen.» Es dürfte mit «wilden» Einwasserungen am Fischerweg zu rechnen sein. Die Inbetriebnahme der Wiedereinstiegsstelle sei momentan für Anfang Mai vorgesehen.Als Grund dafür, dass die Arbeiten im Wasser auch während der Gummibootsaison durchgeführt werden, führt das Tiefbaudepartement die Schonzeit für Fische von Oktober bis April an.Die Baustelle beim Höngger Wehr.Stadt ZürichRivr will als Teil von Amazon in Zürich expandierenDiese Lieferroboter der Firma Rivr waren in den letzten Monaten versuchsweise auf den Strassen in Zürich Oerlikon unterwegs.Michael Buholzer / Keystonehub. Das Zürcher Robotikunternehmen Rivr, ein ETH-Spin-off, war schon länger auf dem Radar des Amazon-Gründers Jeff Bezos. Dieser gehörte zu den Investoren – und was er gesehen hat, hat ihn offenbar überzeugt. Am Donnerstag (19. 3.) ist bekanntgeworden, dass der amerikanische Milliardenkonzern, das umsatzstärkste Unternehmen der Welt, Rivr übernommen hat.Amazon hat Verwendung für die vierbeinigen, mit Rädern versehenen Lieferroboter aus Zürich. Diese könnten in den Zustellungsprozess von Paketen integriert werden, als Ergänzung zu den bestehenden Lieferdiensten. Die Roboter würden dabei die «letzte Meile» übernehmen, von den Lieferwagen bis zur Haustür der Kunden. Wie das geht, soll nun getestet werden. Man stehe erst in der Anfangsphase dieses Vorhabens, schrieb Amazon in einer Mitteilung an seine Lieferdienstpartner, aus der amerikanische Medien zitierten.Rivr wird Zürich infolge der Übernahme nicht den Rücken kehren, sondern will hier expandieren. Dies sagt ein Sprecher des ETH-Spin-offs auf Anfrage der NZZ. Eine mögliche Abwanderung ins Ausland hatte im vergangenen Herbst im Raum gestanden, weil es zu einem Konflikt mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) gekommen war. Dieses hatte einen aufsehenerregenden Versuchsbetrieb in Oerlikon wegen fehlender Bewilligungen vorübergehend unterbunden.In Oerlikon hatte Rivr in Kooperation mit dem Lieferdienst Just Eat seine Roboter für die Zustellung von Speisen erprobt. Nachdem der Konflikt mit dem Astra beigelegt war, lief dies anscheinend so gut, dass Rivr noch im Januar ankündigte, die Flotte auf fünf Geräte auszubauen. Damit ist jetzt aber Schluss. Man konzentriere sich nun auf Amazon, teilt das Unternehmen mit, die Zusammenarbeit mit Just Eat sei beendet. Ein Testbetrieb mit der Schweizerischen Post in Regensdorf ist bereits früher gestoppt worden.Gesundheitsdirektorin Rickli bewirbt sich für dritte AmtszeitNatalie Rickli hat vor allem in ihrer zweiten Amtszeit Akzente gesetzt.Ennio Leanza / Keystonehub. Die SVP muss in den kantonalen Zürcher Wahlen vom April 2027 nur Ersatz für den Finanzdirektor Ernst Stocker suchen: Die Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli, die den zweiten Regierungssitz der Volkspartei hält, will noch einmal antreten. Dies gab die SVP am Montagabend (16. 3.) bekannt.Die Partei verweist in einer Mitteilung auf die jüngsten Neuigkeiten aus dem Zürcher Gesundheitswesen. Nach finanziell schwierigen Jahren haben drei kantonale Spitäler vergangene Woche positive Jahresabschlüsse präsentiert: das Unispital, das Kantonsspital Winterthur und die Integrierte Psychiatrie Winterthur. Dies sei auch Ricklis Verdienst. Sie selbst lässt sich mit den Worten zitieren, sie wolle der guten Ausgangslage, die nicht selbstverständlich sei, weiter Sorge tragen.Für Rickli, die 2019 erstmals gewählt worden ist, wäre es die dritte Amtszeit. Nachdem die erste aufgrund der Covid-19-Pandemie einem Sprung ins kalte Wasser gleichgekommen war, setzte Rickli danach eigene Akzente. Das begann damit, dass sie 2022 ein Kleinstspital von der Spitalliste strich und zwei Regionalspitäler wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit nur provisorisch darauf beliess, um Druck auf diese zu machen.Sie fiel später auch dadurch auf, dass sie gegenüber dem in finanzielle Schieflage geratenen Spital Wetzikon Härte zeigte und ihm Hilfe verweigerte, auch wenn dies das Ende des Betriebs bedeutet hätte. Dem privat betriebenen Kinderspital, das ebenfalls Finanzprobleme hatte, stand sie zwar bei, setzte aber im Gegenzug eine enge Begleitung und Kontrolle durch den Kanton durch.Kontroverse Reaktionen hat Rickli auch ausgelöst, als sie letztes Jahr strengere Regeln für Geschlechtsangleichungen bei Jugendlichen ankündigte: Zum Schutz von Minderjährigen soll es bei diesen keine Operationen mit diesem Ziel mehr geben. Dies löste Proteste von Transorganisationen aus, während die SVP es als Massnahme gegen den «Transgenderwahn» willkommen hiess.Stadt Zürich nutzt eigene KI für streng vertrauliche Datenhub. Interne, vertrauliche oder sogar streng vertrauliche Informationen sind in der Regel nicht der Stoff, mit dem man künstliche Intelligenz füttern sollte – zumindest nicht populäre Modelle wie Chat-GPT. Die Stadt Zürich hat nun einen eignen KI-Assistenten namens «ZüriA» in Betrieb genommen, der ausdrücklich für solch sensitive Daten gedacht ist.Im Gegensatz zu kommerziellen Modellen werden bei dieser Lösung alle Eingaben ausschliesslich in den städtischen Rechenzentren verarbeitet. Damit würden «höchste Datenschutz- und Informationssicherheitsanforderungen» erfüllt, heisst es in einer Mitteilung der Stadt vom Dienstag (17. 3.).Die städtischen Angestellten sollen den KI-Assistenten nutzen können, um beispielsweise Dokumente zusammenzufassen, Nachrichten zu formulieren oder Texte zu übersetzen. Gemäss der Mitteilung wird er laufend weiterentwickelt und ausgebaut. Künftig sollen etwa auch die städtischen Datensammlungen damit befragt werden können.Schon über 1000 Wunschkontrollschilder vergebenheu. Seit Anfang Jahr bietet das Zürcher Strassenverkehrsamt Wunschkontrollschilder für Autos an. Bis Anfang März wurden bereits über 1000 Kontrollschilder vergeben, wie die Regierung am Montag (16. 3.) mitteilt. Insgesamt wurden Einnahmen von rund 320 000 Franken erzielt, die in die allgemeine Staatskasse gehen.Das Angebot gilt ab sofort auch für Motorräder. Fünf- und sechsstellige Motorrad-Kontrollschilder können ab sofort online zum Fixpreis bezogen werden. Eine kleine Auswahl ist zudem direkt an den Schaltern der sechs Strassenverkehrsämter im Kanton erhältlich. Die Preise liegen – je nach Zahlenkombination – zwischen 250 und 500 Franken.Motorrad-Kontrollschilder mit vier oder weniger Stellen werden weiterhin über die Online-Auktion versteigert.Nachzählung im Wahlkreis 12: EVP erreicht das 5-Prozent-Quorum nichtdho. Die Nachzählung vom 13. März für die Erneuerungswahl 2026 des Gemeinderats im Wahlkreis 12 hat bestätigt, dass die EVP die 5-Prozent-Hürde für die Einsitznahme im Gemeinderat nicht erreicht.Bei der Nachzählung im Stadthaus wurden sämtliche Wahlzettel aus dem Kreis 12 und deren Verarbeitung überprüft. Dabei wurden laut einer Mitteilung der Stadt Zürich lediglich einzelne Übertragungsfehler beim Erfassen der handschriftlich veränderten Listen gefunden sowie ein in zwei Zeilen veränderter Wahlzettel unter den unveränderten.Nach Eingabe dieser minimalen Anpassungen wurde das Zürcher Zuteilungsverfahren erneut durchgeführt. Das Resultat ergibt keine Veränderungen an der bereits am 8. März ausgewiesenen Sitzverteilung im Gemeinderat und wird somit bestätigt.Nur noch Niederflurtrams in der Stadt unterwegsIn der Stadt Zürich sind ab sofort nur noch Niederflurtrams unterwegs.Markus Mainka / Imagoheu. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben ihre letzten Hochflurtrams der Generation Tram 2000 in den Ruhestand geschickt. Seit Anfang März seien in der Stadt Zürich nur noch Niederflurtrams der Fahrzeugtypen Flexity, Cobra und Tram-2000-Sänfte unterwegs, teilen die VBZ am Freitag (13. 3.) mit. Die Sänfte-Trams haben einen niederflurigen Mittelteil.Künftig können also Rollstuhlfahrer, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sowie Fahrgäste mit Kinderwagen oder Rollatoren an ausgebauten Haltestellen selbständig in jedes Tram einsteigen. Die VBZ empfehlen Personen im Rollstuhl, am besten die dritte Türe von vorne zu benutzen – dort hat es Plätze für Rollstühle und eine blaue Rollstuhltaste.Mit der Verabschiedung der letzten Hochflurtrams verschwindet auch das Rollstuhlsymbol, welches bisher auf den digitalen Informationstafeln an den Haltestellen angezeigt wurde, da es nicht mehr notwendig ist.Stadt markiert Tempo 30 an der Lagerstrasse – zu frühDie Stadt Zürich hat an der Lagerstrasse Tempo 30 signalisiert. Doch der entsprechende Beschluss der Regierung steht noch aus.Ennio Leanza / Keystoneheu.In der städtischen Dienstabteilung Verkehr ist es zu einem peinlichen Missverständnis gekommen: Sie liess diese Woche in der Lagerstrasse im Kreis 4 Tempo 30 signalisieren und markieren, obwohl der entsprechende Regierungsratsbeschluss fehlt. Dies hat die Stadt Zürich am Donnerstag (12. 3.) mitgeteilt.Die Temporeduktion war im März 2024 im Zuge von Strassenlärmsanierungen verfügt worden und wurde im Januar dieses Jahres rechtskräftig. Die zuständige Stelle sei deshalb davon ausgegangen, dass die Signalisation markiert werden könne, sagt eine Sprecherin der Dienstabteilung Verkehr zur NZZ.Wann der Kanton den nötigen Beschluss spreche, sei nicht klar. Man habe darum die Kantonspolizei und das Amt für Mobilität über den Fehler informiert. Die Markierungen und Signalisationen werden in den nächsten Tagen entfernt.Nathalie Wappler hat einen neuen Job – sie ist in den Universitätsrat gewählt wordenDie abtretende SRF-Direktorin wird künftig der Leitung der Uni Zürich auf die Finger schauen.Gaëtan Bally / Keystonebai. Noch bis im April ist Nathalie Wappler Direktorin des Schweizer Radios und Fernsehens (SRF). Als sie im September ihren Rücktritt ankündigte, sagte die heute 59-Jährige, sie wolle vor ihrer Pensionierung nochmals eine neue Herausforderung suchen. Wappler hatte das Medienunternehmen mitten in der Spar- und Abbaurunde vor zusätzliche Komplikationen gestellt.Nun ist bekannt, welcher Aufgabe sie sich künftig – neben Mandaten im Medienbereich – widmen wird: Wappler wird Mitglied des Universitätsrats der Universität Zürich (UZH). Damit gehört sie ab dem Sommer zum achtköpfigen obersten Organ der UZH, das von der Bildungsdirektorin Silvia Steiner präsidiert wird. Der Universitätsrat legt die strategischen Ziele der UZH gemeinsam mit der Universitätsleitung fest. Er verabschiedet den Finanzplan, wählt die Mitglieder der Universitätsleitung und ernennt Professorinnen und Professoren. Er entscheidet zudem über Schaffung und Aufhebung von Fakultäten und Instituten.Wie der Regierungsrat in dem Beschluss schreibt, verfügt Wappler dank ihrer Führungserfahrung über Kompetenzen, die es ihr erlauben, die Weiterentwicklung der UZH «konstruktiv-kritisch» zu begleiten. Sie zeichne sich durch ein ausgeprägtes Interesse an bildungspolitischen Fragen aus. Und sie verfüge über ein breites Netzwerk im Kanton und darüber hinaus.Wappler, Jahrgang 1968, hat an der Universität Konstanz Geschichte, Politik- und Literaturwissenschaft studiert. Sie besuchte auch die Stanford University in Kalifornien und die Goethe-Universität in Frankfurt. Sie arbeitete ab 2005 für das Schweizer Fernsehen, wo sie die Kulturabteilung leitete. 2016 wechselte sie als Programmdirektorin zum Mitteldeutschen Rundfunk. Seit 2019 ist sie SRF-Direktorin.Zudem ist Wappler als Schweizer Vertreterin Teil der Geschäftsleitung von 3sat. Sie ist Verwaltungsrätin der Schweizer Agentur Mediaplus AG und Mitglied des jüngst geschaffenen zentralen Medienrates für den öffentlichrechtlichen Rundfunk in Deutschland.Neben Wappler ist Aleksandar Popov-Bärtsch in den Universitätsrat gewählt worden. Er ist promovierter Sprachwissenschafter und Englischlehrer an Gymnasien. Er hat die Leitung der Schnittstellenorganisation zwischen Mittelschulen und Hochschulen im Kanton Zürich inne. Zudem ist er bis Sommer 2026 Rektor an der Kantonsschule Zürcher Oberland.Die beiden Neumitglieder ersetzen Beat Hotz-Hart und Franziska Widmer Müller, die auf Ende Juli zurücktreten.Stadtrat lässt im Kreis 12 nachzählenheu. Die EVP hat bei der Erneuerungswahl des Gemeinderats vom 8. März im Wahlkreis 12 das 5-Prozent-Quorum für die Einsitznahme im Stadtparlament mit 4,95 Prozent knapp verpasst. 28 Stimmen haben den Ausschlag gegeben. Aufgrund des hauchdünnen Ausgangs und der politischen Tragweite ordnet der Stadtrat im Wahlkreis 12 eine Nachzählung an, wie er am Mittwoch (11. 3.) mitteilt.Die Nachzählung findet am Nachmittag des Freitags, 13. März, unter der Leitung der Stadtkanzlei statt. Das Ergebnis wird anschliessend veröffentlicht.Sollte sich aufgrund der Nachzählung herausstellen, dass die EVP das 5-Prozent-Quorum im Wahlkreis 12 doch erreicht oder dass andere Resultatkorrekturen erforderlich sind, muss das Zuteilungsverfahren («doppelter Pukelsheim») erneut durchgeführt werden. Dadurch kann sich die Sitzverteilung über die ganze Stadt ändern. Berechnungen der NZZ zeigen allerdings, dass sich an den Mehrheitsverhältnissen im Stadtparlament nichts ändern würde.Würde die EVP im Kreis 12 einen Wähleranteil von 5 Prozent erreichen, hat sie im Parlament 2 Sitze zugute. Dies aber nicht auf Kosten der linken Parteien, sondern auf jene der Mitte und der FDP, die je einen Sitz abgeben müssten.Die amtliche Publikation der Wahlresultate für den Gemeinderat erfolgt aufgrund der Nachzählung am 25. März, die Publikation der Ergebnisse der Stadtrats- und Stadtpräsidiumswahl wie geplant am 18. März.Freimaurer können zurück auf den LindenhofEin Brand hat den Sitz der Freimaurerloge «Modestia cum Libertate» zerstört.Michael Buholzer / Keystonedfr.Der Brand vom Januar hat Spuren hinterlassen im Zentrum der Zürcher Freimaurer auf dem Lindenhof. Bis heute ist ein Teil des Gebäudekomplexes – das sogenannte Logenhaus Wegmann – aus Sicherheitsgründen gesperrt. Jedoch darf der Geheimbund zwei andere Teile – das Logenhaus Mittelgebäude sowie das Eckgebäude – wieder nutzen. Das bestätigte Raoul Würgler, Meister vom Stuhl der Loge «Modestia cum Libertate», der Agentur Keystone-SDA.In den freigegebenen Räumlichkeiten finden wieder Veranstaltungen statt. Die Arbeiten der Freimaurer seien «im Rahmen des Möglichen» wieder aufgenommen worden, sagt Würgler.Zudem prüft die Vereinigung zurzeit, welche Gegenstände beim Brand beschädigt oder zerstört worden sind. Darunter befinden sich laut Würgler hauptsächlich historische Einrichtungsgegenstände. Verschwunden sei unter anderem eine Sammlung von alten Gehstöcken, die in Vitrinen gelagert worden seien.Der Sachschaden lässt sich noch nicht genau beziffern. Im Januar sprach die Polizei von «mehreren hunderttausend Franken». Die Zürcher Staatsanwaltschaft führt ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Brandstiftung gegen Unbekannt. Die bisherigen Ermittlungen deuten auf einen Einbruch und einen vorsätzlich gelegten Brand hin.Die Freimaurer haben die feste Absicht, das Zentrum komplett wiederaufzubauen. Der Brand war im Dachstock des Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert ausgebrochen. Die Loge im Untergeschoss blieb vom Feuer verschont, jedoch entstand dort Wasserschaden. Auf ihrer Website sammelt die Loge Spenden für den Wiederaufbau.SP schliesst Illnau-Effretiker Stadtparlamentarierin nach antisemitischen Posts ausela. Die SP Illnau-Effretikon hat die Stadtparlamentarierin Regula Hess mit sofortiger Wirkung aus der Partei ausgeschlossen. Das berichten die Tamedia-Zeitungen am Dienstag (3. 3.).Grund sind wiederholte Beiträge auf der Plattform X, die sich nicht nur gegen die israelische Regierung richten, sondern auch antisemitische Verschwörungstheorien bedienen. Darunter Aussagen, die Juden etwa für 9/11 oder das Kennedy-Attentat verantwortlich machen, sowie ein Repost, der den Holocaust implizit relativiert.Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus bezeichnete ein von Hess geteiltes Video als «puren, unverblümten Antisemitismus». Die Partei sei erst am Montag mit den Inhalten konfrontiert worden; nach einer Anhörung am Dienstag wurde der Ausschluss verfügt, zudem will die SP den Ausschluss aus der Fraktion im Stadtparlament beantragen.Die Forchbahn modernisiert ihre Flotte und schreibt neue Fahrzeuge ausManche ihrer Fahrzeuge sind seit fünfzig Jahren im Einsatz: Die Forchbahn fährt hier ausnahmsweise über das Central.NZZ-Fotografenbai. Die Forchbahn, auch bekannt als S 18, verbindet die Einwohner am Pfannenstiel mit der Stadt Zürich. Nun investiert das regionale Unternehmen, das mit dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) eng zusammenarbeitet, Dutzende Millionen Franken in seine Fahrzeugflotte.Wie es in einem Communiqué vom Freitag (27. 2.) heisst, werden 13 bestehende Fahrzeuge technisch grundlegend erneuert. Parallel dazu wird die nächste Fahrzeuggeneration für die Linie S 18 öffentlich ausgeschrieben. Die Forchbahn will mit diesen Massnahmen die Sicherheit verbessern und ihre Flotte auf die Zukunft ausrichten.Das Investitionsvolumen für die Erneuerung der 13 Fahrzeuge beträgt 43 Millionen Franken. Wie es aus der Mitteilung weiter hervorgeht, soll dieser Teil der Flotte damit weitere zwanzig Jahre eingesetzt werden können.Die andere Hälfte der Flotte wird ersetzt. Die heutigen Fahrzeuge der Baureihe FB2000 erreichen laut der Forchbahn ab 2030 das Ende ihrer Lebensdauer. Es heisst, einzelne Fahrzeuge stünden seit bis zu fünfzig Jahren im Einsatz. Passende Ersatzteile seien kaum mehr verfügbar, und die Fahrzeuge entsprächen punkto Hindernisfreiheit nicht den heutigen Anforderungen.Die Forchbahn möchte statt Ganzzüge trennbare Einheiten beschaffen. Dies eröffne zusätzliche betriebliche Flexibilität und vereinfache den Unterhalt, heisst es.Nach Zustimmung des ZVV sowie des Bundesamts für Verkehr werde die Beschaffung von 14 neuen Zweirichtungsfahrzeugen öffentlich ausgeschrieben. Der Zuschlag sei im ersten Quartal 2027 vorgesehen. Das erste neue Fahrzeug soll voraussichtlich Ende 2030 in Betrieb genommen werden.Die Forchbahn ist eine Schmalspurbahn, die zwischen Zürich und Esslingen verkehrt. In der Stadt Zürich fährt sie auf dem regulären Tramnetz, hält dabei aber als Schnelllinie nur an den wichtigsten Haltestellen.Gemeinden sind interessiert an mobiler Palliativmedizinbai. Am Montag, 2. März, ist Tag der Kranken. Aus diesem Anlass betont der Kanton Zürich, wie sehr er sich für eine Palliativmedizin engagiert, die Menschen mit unheilbaren oder chronischen Krankheiten begleitet. Wie die Gesundheitsdirektion am Freitag in einer Mitteilung schreibt, sollen die Betroffenen dabei selbstbestimmt bleiben können.Der Regierungsrat verabschiedete 2024 eine Palliativmedizinstrategie und sprach die Mittel für deren Umsetzung. Wie es heisst, seien in den Bereichen Versorgung, Sensibilisierung und Qualität bestehende Angebote weiterentwickelt worden. Zudem seien neue Strukturen aufgebaut worden. Regierungsrätin Natalie Rickli, Vorsteherin der Gesundheitsdirektion, lässt sich wie folgt zitieren: «Mit unserer Strategie ermöglichen wir Patientinnen und Patienten mehr Lebensqualität durch professionelle Unterstützung.»Neu sind mobile Palliative-Care-Teams mit Pflegefachpersonen auf Abruf im ganzen Kanton bei den Betroffenen zu Hause im Einsatz. 2026 startete zudem das Pilotprojekt zur mobilen Palliativmedizin in Pflegeheimen. Wie es heisst, hat die Hälfte der Zürcher Gemeinden bereits eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Das Angebot unterstützt Pflegeheime und kann unerwünschte Spitaleinweisungen verhindern. 2025 betreuten die Teams rund 2700 Personen.Auch die Palliativmedizin für Kinder, Jugendliche und ihre Familien wird vom Kanton gezielt mit 100 000 Franken jährlich gefördert. Das Kinderspital Zürich betreute laut der Mitteilung 2025 insgesamt 245 Familien mit einem schwer kranken Kind.Wie aus dem Communiqué weiter hervorgeht, können Interessierte aus der Bevölkerung und Fachpersonen bei Fragen die neue Website von Palliative ZH+SH konsultieren.Am Tag der Kranken wollen auch der Bundespräsident, Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren sowie zahlreiche Unterstützer ein Zeichen für kranke, betagte und beeinträchtigte Menschen in der Schweiz setzen. Das Motto für das Jahr 2026 lautet: «selbstbestimmt und eingebunden».Der Zoo meldet mehr Besucher und eine Rekordsumme für den NaturschutzDer Zoo Zürich setzt sich in Thailand für den Schutz wildlebender Elefanten ein: Ranger treiben einen asiatischen Bullen von der Strasse weg.WCS Thailandbai. Der Zoo Zürich zieht bezogen auf das Geschäftsjahr 2025 eine positive Bilanz. Wie er in einer Mitteilung vom Montag schreibt, besuchten im letzten Jahr 1,33 Millionen Menschen den Zoo. Das sind 5 Prozent mehr als 2024. Unter den Gästen waren 2025 auch 67 000 Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Unterrichts vorbeikamen. Punkto Besucherzahlen reihe sich 2025 damit auf Platz drei der meistbesuchten Jahre ein, heisst es.Weiter ist in dem Communiqué zu lesen, mit 2,7 Millionen Franken hätten die Zuwendungen des Zoos an seine acht Naturschutzpartner im Jahr 2025 einen Rekord erreicht. Dieser neue Höchststand sei den Zoobesuchern zu verdanken, die sich «fast immer» für den freiwilligen Naturschutzfranken beim Kauf eines Tickets entscheiden würden.Zudem erhielt der Zoo mehrere grosszügige Zuwendungen von Privatpersonen sowie von Stiftungen. Alle Spendengelder fliessen «vollumfänglich, ohne Abzüge» in die Artenschutzarbeit vor Ort.Zu den Naturschutzprojekten des Zoos gehört etwa, die Region Masoala in Madagaskar zu unterstützen. Jährlich steuert er mindestens 125 000 Dollar an die Betriebskosten und den Nachhaltigkeitsfonds des Masoala-Nationalparks bei. Es handelt sich dabei um das grösste Naturschutz-Engagement des Zoos.Weiter setzt er sich für den Kaeng-Krachan-Nationalpark ein. Dieser ist der grösste und artenreichste Regenwald in Thailand. Zu nennen sind darüber hinaus die Zusammenarbeit mit dem Lewa-Reservat in Kenya sowie die Engagements für verletzte Orang-Utans auf Sumatra und für die Papageien im Feuchtgebiet Pantanal in Brasilien.Passend zum Artikel