Erleichterung für den letzten verbleibenden Bürgerlichen im Zürcher Stadtrat: FDP-Mann Michael Baumer behält sein Departement und ist weiterhin oberster ÖV-ChefDie Aufgaben in der Exekutive sind verteilt. Balthasar Glättli bleibt sein Wunschdepartement verwehrt.21.05.2026, 09.50 Uhr2 LeseminutenDer Stadtrat startet bald in die neue Legislatur (von links): Balthasar Glättli, Daniel Leupi, Karin Rykart, Andreas Hauri, Simone Brander, Michael Baumer, Stadtpräsident Raphael Golta, Céline Widmer und Tobias Langenegger.Gaëtan Bally / KeystoneEs war die grosse Frage nach den Zürcher Wahlen vom 8. Februar: Entzieht die linke Übermacht im Stadtrat dem letzten verbleibenden Bürgerlichen in der Regierung, Michael Baumer (FDP), das Departement der Industriellen Betriebe? Wird er ins Schul- und Sportdepartement strafversetzt, wo er nichts mehr zu melden hat?Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Über die Verteilung der Departemente entscheidet die Mehrheit des Stadtrats – SP, Grüne und GLP halten acht von neun Sitzen. Der neue Stadtpräsident Raphael Golta (SP) hatte dazu in den letzten Wochen Einzelgespräche mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Amt geführt.Nun ist klar: Baumer darf sein Dossier behalten. Dies hat der Stadtrat am Donnerstag vor den Medien bekanntgegeben. Die Erleichterung bei Baumer und der FDP dürfte gross sein. Sein Departement ist durchaus bedeutend, Baumer ist in seiner Funktion oberster Energie- und ÖV-Chef. Zudem wird Baumer zweiter Vizepräsident, nach Daniel Leupi (Grüne).Im Schuldepartement hingegen sind die Gestaltungsmöglichkeiten gering, der Kanton gibt den Takt vor. Dieses übernimmt nun der neu gewählte Balthasar Glättli (Grüne).Den anderen beiden Neuzugängen im Stadtrat werden die Departemente zugeteilt, für die sie sich in Stellung gebracht haben: Tobias Langenegger (SP) übernimmt von seinem abtretenden Parteikollegen André Odermatt den Hochbau. Céline Widmer (SP) wird Vorsteherin des Sozialdepartements, das bisher Raphael Golta innehatte.Die übrigen Bisherigen behalten ihre Departemente. Karin Rykart (Grüne) bleibt Vorsteherin des Sicherheitsdepartements, Simone Brander (SP) steht weiterhin dem Tiefbau vor, Andreas Hauri (GLP) dem Gesundheitsdepartement. Raphael Golta ist in seiner Funktion künftig zuständig für die Kultur.Die Verteilung der Departemente kann durchaus eine Machtdemonstration sein. Im Jahr 2018 musste Filippo Leutenegger (FDP) unter Stadtpräsidentin Corine Mauch das Tiefbaudepartement abgeben und ins Schuldepartement wechseln. Leutenegger machte seinem Ärger darüber öffentlich Luft: Er sei aus ideologischen Gründen versetzt worden, kritisierte er.Zu etwas Vergleichbarem kommt es dieses Mal nicht.Update folgt.Passend zum Artikel