Im NZZ-Podcast «Machtspiel» berichtet Wolfgang Kubicki, derzeit einziger Kandidat für den FDP-Vorsitz, von einem ungewöhnlichen Anruf des Bundeskanzlers.Beatrice Achterberg, Berlin28.05.2026, 10.49 Uhr2 LeseminutenDer ehemalige Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Wolfgang Kubicki tritt beim Bundesparteitag in Berlin als Kandidat für das Amt des Parteivorsitzenden der FDP an.Thomas Koehler / ImagoDer frühere FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat im Podcast «Machtspiel» der «Neuen Zürcher Zeitung» von einem Telefonat mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) berichtet. Nachdem Kubicki Merz zuvor als «Eierarsch» bezeichnet hatte, habe sich der Kanzler mit genau diesen Worten bei ihm gemeldet.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Im Zuge des Rückzugs des FDP-Politikers Henning Höne von seiner Kandidatur für den Parteivorsitz habe Merz angerufen, «um mir zu gratulieren», sagte Kubicki in dem Podcast. Merz habe das Gespräch mit den Worten eröffnet: «Hier ist der Eierarsch.»Wolfgang Kubicki, wie wollen Sie die FDP retten?Beatrice AchterbergHintergrund war Kubickis Ärger über Aussagen von Merz zur FDP. Kubicki hatte sich empört gezeigt, nachdem der CDU-Chef erklärt hatte, die FDP sei «tot» und es mache keinen Sinn mehr, sie zu wählen.Der FDP-Politiker schilderte im Gespräch mit der NZZ das Verhältnis zu Merz trotz der scharfen Wortwahl als persönlich intakt. Beide träfen sich gelegentlich und «wir mögen uns eigentlich auch», sagte Kubicki. «Deshalb kann man trotzdem in der Sache mal ziemlich hart miteinander umgehen.»Zugleich übte Kubicki erneut deutliche Kritik an der Politik des Kanzlers. Er könne «professionell nicht nachvollziehen», warum Merz trotz der wirtschaftlichen Probleme in Deutschland nicht konsequenter gegen Bürokratie, hohe Staatsausgaben und Subventionen vorgehe.Der FDP-Bundesparteitag soll am 30. und 31. Mai in Berlin stattfinden. Kubicki gilt derzeit als einziger Kandidat für den Parteivorsitz, nachdem der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne seine Kandidatur zurückgezogen hatte.Passend zum Artikel