Ehrenwert und trotzdem falschEr will es nochmal wissen. Der 74 Jahre alte bisherige FDP-Vize Wolfgang Kubicki wird sich an diesem Wochenende beim Parteitag zum neuen Vorsitzenden wählen lassen; er ist der einzige Bewerber.Erst einmal ist es ehrenwert, dass Kubicki sich weiter für die Politik einsetzen will. Er könnte seine Zeit ja auch sehr nett auf dem Golfplatz verbringen. Oder auf dem Segelboot. Oder auf einer Sonnenterrasse mit einem Glas kühlen deutschen Riesling in der Hand.
FDP-Politiker Kubicki: Eine Identifikationsfigur für die Jungen wird er nicht mehr werden
Doch eine große Überraschung wäre es schon, wenn es Kubicki tatsächlich gelingen sollte, seine Partei aus der Todeszone zu retten. In der Politik weiß man zwar nie, was kommt. Auch die Linke war fast schon verschwunden und rappelte sich kurz vor der letzten Bundestagswahl wieder auf (mehr hier ). Aber die FDP feierte ihre letzten großen Erfolge im Wahlkampf 2021, als sie auf die jungen Leute und deren Themen setzte: die Digitalisierung, die Start-ups.Kubicki kann nichts dafür, aber eine Identifikationsfigur für die Jungen wird er nicht mehr werden.Er sagt auch von sich selbst, er sei ein Übergangskandidat. Er wolle die FDP vor allem wieder ins Gespräch bringen. Ihm falle das leicht, weil er bekannt sei und zugespitzt formuliere.













