Entweder war es ein Versäumnis der DFB-Presseabteilung, die diese Dienstleistung nicht zur Verfügung stellte, oder es war ein Versagen der investigativen Organe im Land, denen es nicht gelang, die Speisenfolge schlüssig auszurecherchieren. Gab es bei diesem Familientreffen das, was es immer gibt, eine Suppe, ein Fisch/Fleischgericht und wahlweise eine vegane Alternative und hinterher Panna Cotta, Tiramisu und Kaffee mit Milch von der Kuh (wahlweise Hafer/Soja/Mandel)? Gut immerhin, dass eine andere entscheidende Frage nicht unbeantwortet blieb: Offenkundig verlief das Familientreffen in vollständiger Harmonie, niemand hat es vorzeitig verlassen, Türen geknallt oder über den komischen Onkel gespöttelt. Und wenn man das richtig verstanden hat, dann war der Onkel sogar der Grund dafür, dass es alle so gut miteinander ausgehalten haben und immer noch halten. Der Onkel Rudi, den sie in seinen wilden Jahren Ruuuuudi gerufen haben, sieht inzwischen nicht nur aus wie eine etwas ältere Version des niemals alternden Asterix; er führt die Familie mit freundlicher List, allerdings ohne zwischendurch ein paar Römer zu vermöbeln (das kommt daher, dass Rom tatsächlich die Lieblingsstadt von Onkel Rudi ist).