Die Zeiten, in denen sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Charterflieger nahm, um seine kickende Elite von A nach B zu bringen, sind weitgehend vorbei. Demonstrativ mit einem Linienflug trat die deutsche Nationalmannschaft am Dienstag den neunstündigen Trip nach Chicago an, um sich mit ihrem Tross erst einmal in einem Nobelhotel mit Blick auf den Lake Michigan für diese herausfordernde WM in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) zu akklimatisieren. Der gewaltige Airbus 350 wartete an Gate Z16 im Terminal 1 – und wer als normaler Passagier vielleicht zufällig ohne Fußballbezug auf LH 434 gebucht hatte, bekam an Bord sogar ein Deutschland-Trikot von Kapitän Joshua Kimmich und Kollegen.
Abflug: Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft fliegt zur WM in der USA.
© Ingo Kutsche/imago
Wenn sich der DFB schon keine einordnenden Einlassungen mehr zu diesem Turnier erlaubt, sorgt er eben für schöne Bilder. Dazu gehören neuerdings auch die weltmeisterlichen Motive an der großen Glasfront der Fußballhalle auf dem DFB-Campus. Illustrationen von den Triumphen der Weltmeisterschaften 1954, 1974, 1990 bis 2014. Natürlich ist auch der Goldpokal abgebildet, den Kimmich doch so gerne auch mal in den Händen hätte. Doch niemand aus der deutschen Delegation weiß besser als Rudi Völler, welche Wendungen solch ein Turnier nehmen kann.















