Seine Zuhörer verspürten den Drang, dem Bundestrainer einen Malventee auf den Tisch zu stellen, schnell noch einen Teelöffel Honig reingerührt. Felix Magath hätte ihm vielleicht einen warmen Quarkwickel um den Hals gelegt, so heiser wie Julian Nagelsmann krächzte nach dem 2:1 gegen die USA im letzten Testspiel der DFB-Elf vor dem WM-Start. Er klang nicht schrill heiser wie Hans Clarin als Stimmengeber von Pumuckl. Eher satt heiser wie Joe Cocker in seinem imaginären Weltreisesong „Sail away“. Seine Stimmbänder seien nicht gereizt vom Anbrüllen der Spieler, stellte Nagelsmann klar, sie seien hart rangenommen worden von einer „zugegeben: sehr schönen Flugkabine“, in der er vor wenigen Tagen erfolgreich in die USA migriert war, in der es gleichwohl „arschkalt“ gewesen sei, weswegen man sich seine schöne Flugkabine wohl so geräumig vorstellen musste wie ein Kühlhaus.