Designerinnen und Designer führen die Mode in ihren Sommerkollektionen 2026 ad absurdum. Sieben Beispiele – und warum das durchaus etwas Gutes ist.Es gibt Kleider, die lösen eine körperliche Reaktion aus. Ein Verlangen, das man in den Knochen zu spüren meint. Ein ununterdrückbares, verzücktes «Oh». Oder aber: ein Kopfkratzen. Nicht ob der Preise. Die sind heute ohnehin erschreckend hoch. Sondern ob der auf den ersten Blick fragwürdigen Funktion oder zweifelhaften Ästhetik.In Krisenzeiten – und die herrschen gerade, auch in der glitzernden Modewelt – besinnt man sich gerne auf sichere Werte. Doch schaut man sich die aktuellen Kollektionen der Luxuslabels an, entdeckt man allerhand Erfindergeist. Kleidungsstücke werden neu gedacht, Accessoires überraschend zusammengesetzt. Vieles davon ist erfrischend skurril.Das ist eine gute Erinnerung an die Macht der Mode. Denn die Mode kann das Absurde normal machen und das Normale absurd. Die Jeggings von damals erscheinen plötzlich untragbar eng. Die Trendsonnenbrille von morgen fühlt sich heute unwahrscheinlich gigantisch an. Und wer hätte gedacht, dass man heute in grösseren Städten kaum das Haus verlassen kann, ohne einem Tabi-Schuh über den Weg zu laufen?So ist es beruhigend, wenn die Designerinnen und Designer Eigenartiges wagen. Und noch mehr, wenn die Teile sogar produziert und verkauft werden, statt nur für ein paar flüchtige Augenblicke auf dem Laufsteg zu existieren. Wer weiss: Vielleicht sieht man sie bald im echten Leben wieder. Wenn nicht, sind sie zumindest hervorragender Gesprächsstoff. Ein Hoch auf den Erfindergeist: sieben überraschende Modeteile