Wer wird Ständerat? Die Zürcher SP-Delegierten haben unerwartet die Wahl zwischen zwei Schwergewichten. Damit wird ihr Entscheid am Donnerstag endgültig zum Showdown.26.05.2026, 16.35 Uhr2 LeseminutenIhre Bereitschaft mischt die Karten neu: Jacqueline Badran, SP-Nationalrätin mit Wählern bis hinein ins bürgerliche Lager.Anthony Anex / KeystoneFür den parteiintern umstrittenen Zürcher SP-Ständerat Daniel Jositsch steht am Donnerstagabend ein schwieriger Gang an: Er muss sich den Delegierten seiner Partei stellen, die darüber entscheiden, ob sie ihn erneut für das Amt nominieren, wenn im Oktober 2027 gewählt wird. Dieser Gang ist gerade noch einiges schwieriger geworden.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Das Nachrichtenportal Tsüri meldet, dass mit Jacqueline Badran eine zugkräftige Ersatzkandidatin bereitstünde. «Sollte Jositsch nicht nominiert werden und die Partei respektive die Delegierten wollen, dass ich kandidiere, werde ich zur Verfügung stehen», wird die Nationalrätin dort zitiert.Badran bestätigt auf Anfrage, dass sie dies gegenüber dem Nachrichtenportal gesagt habe, ergänzt aber, dass sie das Amt nicht suche. Sie habe auch nichts mit Aufklebern zu tun, die in den letzten Tagen in der Stadt Zürich aufgetaucht sind und sie als Ständerätin empfehlen.Trotzdem dürfte ihre Bereitschaft, einzuspringen, grossen Einfluss auf das Kalkül vieler SP-Delegierter haben und damit die Ausgangslage für die Nominationsversammlung verändern.Bisher machte es parteiintern den Anschein, als werde es für Jositsch zwar eine knappe Angelegenheit, als würden aber doch eine Mehrheit zu ihm halten – aus reinem Pragmatismus. Weil es für die SP im Zweifelsfall besser sei, einen Ständerat zu haben, mit dem man sich nicht immer einig ist, als keinen Ständerat. So äusserten sich an der letzten Parteiversammlung einige Mitglieder.Von Badran allerdings dürften sich manche Zweifler erhoffen, dass sie eine Wahl anstelle von Jositsch schaffen könnte. Sogar dann, wenn dieser nach einer Nichtnomination als Parteiloser antreten würde. Denn die Stimmberechtigten im Kanton Zürich sind zwar überwiegend bürgerlich und Jositsch zugetan, aber Badran machte bei den letzten Nationalratswahlen als Panachierkönigin von sich reden. Dabei sicherte sie sich auch rund 13 000 Stimmen von Wählern der SVP, der FDP und der Mitte.Passend zum Artikel
Badran steht bereit – das macht die Sache für Jositsch noch komplizierter
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