Live-TickerJositsch oder Badran? Die Zürcher Sozialdemokraten wählen ihren Ständeratskandidaten – die NZZ berichtet liveAm Donnerstagabend muss sich die SP entscheiden: Schickt sie ihren sozialliberalen Ständerat erneut ins Rennen – oder setzt sie lieber auf die prominenteste Figur des linken Parteiflügels?28.05.2026, 19.22 Uhr2 LeseminutenAktualisiertKarin Hofer / NZZAndrea Zahler / CH MediaWollen (vielleicht) beide für die Zürcher SP in den Ständerat: Daniel Jositsch und Jacqueline Badran.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Jositsch oder Badran?Die SP des Kantons Zürich bittet zum Showdown nach Schwamendingen. Im reformierten Kirchgemeindehaus entscheiden die Delegierten der Partei am Donnerstagabend darüber, wen sie 2027 für den Ständerat nominieren. Daniel Jositsch, seit 2015 in der kleinen Kammer und 2023 mit einem Glanzresultat wiedergewählt, bewirbt sich um eine weitere Amtszeit. Er hatte die Partei um frühe Klärung gebeten.Mit gutem Grund: Der Strafrechtsprofessor politisiert am rechten Rand der Partei. In einem Brief an die Delegierten der Kantonalpartei schreibt er: «Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich nicht immer die Mehrheitsposition der Partei teile.» Er habe aber die feste Überzeugung, dass «interne Meinungsvielfalt» zu den Stärken der SP gehöre.Jositsch gehört zu den Gründungsmitgliedern der sozialliberalen Reformplattform der Partei – und lässt dies seine Genossen in dem Brief ebenfalls wissen. Denn: «Es braucht auch bürgerliche Stimmen», um im Kanton Zürich in den Ständerat gewählt zu werden. Vielleicht sein stärkstes Argument in eigener Sache.Aber das sehen bei weitem nicht alle Sozialdemokraten so. Und seit dieser Woche ist klar: Jacqueline Badran, der impulsive Liebling der Parteilinken, stünde für eine Kandidatur bereit, sollte Jositsch von den Delegierten tatsächlich nicht nominiert werden. Die Spannung vor Beginn der Versammlung in Schwamendingen ist enorm – zumal die Jositsch-Gegner in der SP in den vergangenen Tagen viel unternommen haben, um den eigenen Ständerat zu schwächen.Die NZZ berichtet live.Der Kiosk soll den ganzen Abend geöffnet seinDen ganzen Abend bedient: improvisierter Kiosk vor dem grossen Saal in Schwamendingen.NZZFürs leibliche Wohl ist (hoffentlich) gesorgt. An einem improvisierten Kiosk vor dem grossen Saal werden Sandwiches, Spitzbuben und gekühlte Getränke angeboten. Im Gegensatz zur letzten DV der SP soll dieser Gabentisch den ganzen Abend über besetzt sein. "Es braucht also niemand zu hamstern", sagte Andrea Sprecher, die Generalsekretärin der Kantonalzürcher SP. Die Delegierten im Kirchgemeindehaus dankten es ihr mit hörbarer Erleichterung. Der Entscheid sollte den Willen der ganzen SP gut wiedergebenBei der SP entscheiden die 215 Delegierten der verschiedenen Sektionen aus dem ganzen Kanton, abzüglich der Abwesenden. Weil die Zahl der Delegierten von der Grösse der jeweiligen Sektion abhängt, ist es kaum möglich, dass ein bestimmtes Lager - zum Beispiel die Juso oder die städtischen Vertreter - dank einer Mobilisierung ein nicht repräsentatives Übergewicht erlangt. Jene Kreise, die zuletzt Stimmung gegen Jositsch Stimmung gemacht haben, dürften daher nicht übervertreten sein im dicht gefüllten Saal in Schwamendingen. Jacqueline Badran, die Anti-JositschJacqueline Badran gilt als Polterin – zu Recht, wenn man eine Veranstaltung vor wenigen Monaten an der Goldküste zum Massstab nimmt. Damals sprach Badran, ein Liebling der Parteilinken, über ihre Kernthemen: Mieten, Immobilien, Grosskapital, Wohnungskrise. Probleme also, die den Delegierten der SP am Donnerstagabend in Schwamendingen ebenfalls unter den Nägeln brennen dürften.«Da draussen tobt ein Krieg um die Bodenrente», rief Badran damals in Meilen in den Saal. «Und niemand fragt uns, ob wir das wollen. Oder hat euch schon jemand gefragt?» Vor den kantonalen Abstimmungen vom 14. Juni - Wohnschutzinitiative, Wohnungsinitiative, Wohneigentumsinitiative - könnte Badran gegenüber Jositsch somit im Vorteil sein. Sie würde am liebsten den Grossteil des Schweizer Bodens verstaatlichen. Solche Ideen dürften vielen Genossen an der Delegiertenversammlung in Schwamendingen aus der Seele sprechen. Zumal sich Badran bei den jüngsten Nationalratswahlen als Panaschier-Königin erwiesen hatte – niemand erhielt so viele Stimmen aus anderen Parteien wie sie. Das WLAN funktioniert nicht!Das WLAN-Passwort der SP funktioniert nicht! Ein Schock für alle Journalisten im reformierten Kirchgemeindehaus in Zürich Schwamendingen.NZZKurz vor Beginn der Delegiertenversammlung der kantonalen SP im reformierten Kirchgemeindehaus in Zürich Schwamendingen erleben die Journalisten im Saal einen kleinen Schock. Das WLAN funktioniert nicht! Obwohl man das Passwort auf der Leinwand doch richtig eingegeben hat!! Was tun? Einen Hotspot via Handy einrichten? Wie, bitte? Das muss anders und schneller gehen. Man fragt die Generalsekretärin der Partei, sie schickt einen technischen Mitarbeiter an den Tisch der Medienschaffenden vorbei. Des Rätsels Lösung: Die SP hatte das Passwort selbst falsch eingetippt auf der Präsentation. Jenes des technischen Mitarbeiters ist das Richtige. Mehr anzeigenPassend zum ArtikelFür Sie empfohlen
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