Die Hoffnungen im Januar 2024 waren groß, die Enttäuschung wenige Monate später noch größer. Als die historisch erste und bislang einzige Saison des 1. FC Union Berlin in der Champions League zum Desaster in der Bundesliga zu werden drohte und mit Kevin Behrens und Sheraldo Becker zwei treffsichere Stürmer der Vorjahre den Verein in der Winterpause verließen, sollte Chris Bedia die Eisernen zum Klassenerhalt schießen.
Chris Bedia wird vom Hoffnungsträger zur Enttäuschung
Mit der Empfehlung von 29 Toren in 64 Spielen für Servette Genf war der Stürmer aus der Elfenbeinküste nach Köpenick gewechselt. Aus dem Hoffnungsträger, dessen Dienste sich die Eisernen zwei Millionen Euro kosten ließen, wurde jedoch eine große Enttäuschung. Gerade einmal auf sieben Einsätze und ein Tor brachte es der mittlerweile 30-Jährige für die Unioner – den Klassenerhalt in der Bundesliga sicherten Robin Gosens und Benedict Hollerbach, die mit sechs beziehungsweise fünf Toren die treffsichersten Spieler waren.
Für Bedia fanden jedoch zunächst Nenad Bjelica, kurzzeitig Marco Grote und später auch Bo Svensson, der für die Saison 2024/25 als neuer Trainer verpflichtet wurde, keine Verwendung. Also ging es im Sommer 2024 für den Ivorer nach England zu Hull City. Nach 21 Partien (drei Tore) wurde die Leihe jedoch vorzeitig beendet und Bedia an die Young Boys Bern weiterverliehen. Der Wechsel in die Schweiz ließ die Formkurve wieder ansteigen. Bedia kam in der Super League, aber auch in der Europa League regelmäßig zum Einsatz und erzielte wettbewerbsübergreifend in 53 Spielen 24 Tore.









