Vor 28 Jahren schrieb der 1. FC Kaiserslautern deutsche Fußball-Geschichte. Als bis heute einziger Verein schafften die Pfälzer das nahezu Unmögliche, krönten sich als Aufsteiger zum Deutschen Meister. In England gelang ein solches Fußball-Wunder Nottingham Forest und Ipswich Town, in Österreich dem FC Wacker Innsbruck. In der Schweiz hat dieses Kunststück vor wenigen Wochen der FC Thun vollbracht – und mit ihm Erfolgstrainer Mauro Lustrinelli.

Der 50-Jährige, der in Thun einst schon im Nachwuchs arbeitete, ist aktuell nicht nur in seinem Heimatland in aller Munde. Der 1. FC Union Berlin hat Lustrinelli als neuen Trainer im Visier, nachdem sich Marie-Louise Eta erst in den Urlaub und ab der neuen Saison zur Frauenmannschaft verabschiedet.

„Mit drei Kandidaten haben wir Gespräche geführt, über die drei Kandidaten haben wir Analysen durchführen lassen – neben den persönlichen Eindrücken machen wir das auch sehr datenbasiert. Aus den drei Personen wird es einer werden. Auch da gilt Sorgsamkeit vor Schnelligkeit – wir stehen nicht unter zeitlichem Druck“, sagte Präsident Dirk Zingler am Dienstag in einer Medienrunde vor der Mitgliederversammlung. Neben Lustrinelli sollen Christian Eichner, der bislang Zweitligist Karlsruher SC trainierte und der ehemalige Bremen-Coach Horst Steffen in der engsten Berliner Auswahl stehen.