PfadnavigationHomeICONISTEssen & TrinkenRezeptDieser saftige Braten gelingt Ihnen im SchlafVon Katharina JamesVeröffentlicht am 08.12.2025Lesedauer: 6 MinutenEin langsam geschmorter Braten aus der Schweineschulter, der die Laune hebt und die Küche himmlisch duften lässtQuelle: Sabrina Radeck/WELTEine extralange Garzeit macht diesen Braten so zart, dass er sich mit dem Löffel zerteilen lässt. Ganz nebenbei wird ihre Küche himmlisch duften - und ein paar Vorschläge für die Resteverwertung haben wir auch noch.Zur Schweineschulter greife ich in der Regel, wenn ich eine Menge Leute bewirten will. Das ist aber kein Muss: Im letzten Lockdown habe ich gelernt, dass er auch die Laune zu hebt, wenn man an einem behelfsmäßigen Schreibtisch vor sich hinarbeitet, nebenbei Kinder unterrichtet oder andere Brände löscht. Gerade dann ist es ungemein erfreulich zu wissen, dass wenigstens das Essen beschlossene Sache ist. Diesen Braten können Sie nämlich am Vorabend in den Ofen schieben und dann zu Mittag servieren. Oder nach dem Frühstück auf den Weg bringen und zum Abendessen richtig, richtig gut essen.Denn das Fleisch aus der Schulter wird bei einer langen, sanften Garzeit im Ofen wunderbar saftig und zart, und günstig ist es auch noch. Selbst in Bio-Qualität sollte das Kilo nicht mehr als 20 Euro kosten, bei konventioneller Haltung sind Sie mit 10 Euro oder weniger dabei. Egal, wo Sie es kaufen: Achten Sie darauf, dass das Fleisch gut durchwachsen ist und eine Fettschicht von ca. einem halben Zentimeter aufweist. Und wenn Sie das Fleisch noch beim Metzger entbeinen lassen, nehmen Sie auf jeden Fall den Knochen mit. Sie können daraus noch eine Brühe, zum Beispiel für Ramen, kochen. Schweineschulter verträgt sich mit vielen verschiedenen Gewürzen, bei diesem Rezept habe ich mich für eine Mischung aus Fenchelsamen, Rosmarin und Zitronenschale entschieden. Von den Aromen her ist das angelehnt an eine italienische Porchetta, nur dass es viel weniger Aufwand ist. Dazu passt so ziemlich jede Beilage, zum Beispiel ein kleiner Hügel Kartoffelpüree oder buttrige Karotten. Oder mit Chili und Knoblauch angemachter Brokkoli. Am liebsten setze ich dem würzigen, fettigen Fleisch aber Frische und Säure entgegen. Zum Beispiel eine zitronig-lakritzige Estragon-Salsa und einen sehr schlichten Salat aus hauchdünn gehobeltem Fenchel. Dazu stelle ich ein gutes Weißbrot auf den Tisch – am liebsten Ciabatta oder Focaccia. Wer mag, kann sich aus Fleisch, Salat und Salsa sogar ein kleines Sandwich bauen, das schafft eine schön ungezwungene Stimmung.Lesen Sie auchEin paar Worte zu den Mengen: Ja, das ist ein großes Stück Fleisch. Mehr, als eine durchschnittlich große Familie in einer Mahlzeit verzehren kann. Ich kann Ihnen aber nicht guten Gewissens empfehlen, weniger als 2 Kilo am Stück zu nehmen. Zum einen, weil Sie bei kleineren Stücken das Risiko eingehen, dass Ihnen das Fleisch austrocknet. Zum anderen, weil die Reste so hervorragend schmecken und sich so vielseitig einsetzen lassen (dazu später mehr), dass ich Ihnen die Freude daran nicht vorenthalten mag. Zutaten(für 8 Personen, oder für 4 mit reichlich Resten)Für den Braten:2,5 kg entbeinte Schweineschulter ohne Schwarte8 KnoblauchzehenSchale von ½ unbehandelter Zitrone2 Zweige Rosmarin2 TL Fenchelsamen1 TL schwarze Pfefferkörner1 EL grobes Meersalz2 EL Olivenöl1 kleine Fenchelknolle1 kleines Glas WeißweinKüchengarnFür die Estragon-Salsa:1 Bund frischer Estragon½ Bund glatte Petersilie2 EL Kapern1 Knoblauchzehe½ unbehandelte Zitrone, Schale und Saft Salz und Pfeffer3 EL OlivenölFür den Fenchelsalat:
Rezept: Schweineschulter mit Fenchel: Dieser saftige Braten ist so zart – Sie können ihn löffeln - WELT
Eine extralange Garzeit macht diesen Braten so zart, dass er sich mit dem Löffel zerteilen lässt. Ganz nebenbei wird ihre Küche himmlisch duften - und ein paar Vorschläge für die Resteverwertung haben wir auch noch.






