Tokio wird für immer einen Platz im Gedächtnis des schwedischen Stabhochsprung-Weltrekordlers Armand Duplantis haben. Aus guten und aus schlechten Gründen, das kann er nicht leugnen, denn Japans Hauptstadt steht für seinen Traum im Albtraum. Hier, im neu erbauten Nationalstadion, hat er vor vier Jahren mit übersprungenen 6,02 Metern seinen ersten Olympiasieg errungen. Aber hier hat er damals auch in die pandemische Leere der riesigen Arena hineingejubelt und das Protokoll zum Coronavirus-Schutz ertragen. Bei der Siegerehrung herrschte Maskenpflicht. Die Goldmedaille musste er sich selbst um den Hals legen. „Es war sehr seltsam für alle“, sagt Duplantis, „apokalyptisch fast, in vielerlei Hinsicht nicht angenehm, um ehrlich zu sein.“