Eileen Demes ist in der Form ihres Lebens. Die 27-Jährige bewältigte die 400 Meter Hürden zuletzt so schnell wie nie in ihrer Karriere. Das soll sie bei den Weltmeisterschaften in Tokio, die am kommenden Samstag beginnen, weit tragen; vor zwei Jahren klappte es schon einmal mit einem Einzug ins Halbfinale.
In diesem Jahr hat Demes noch eine Befreiung erlebt: Zum ersten Mal hat sie darüber gesprochen, was ihr in jungen Jahren als Sportlerin in ihrem früheren Verein widerfahren ist. Wie ihr damaliger Trainer ihr unangemessene Nachrichten schrieb, sie zu einem Essen einlud. „Da hat er gesagt, dass er mich liebt. Dass er es schön fände, jeden Tag neben mir aufzuwachen, er würde mich sofort heiraten. Das war für mich unangenehm“, sagte Demes dem ZDF. Sie war damals 17, er Ende 40.
Sexualisierte Gewalt im Sport
Dem Schweigen Worte geben
Der Autor Martin Schäuble hat ein Jahr lang im Breitensport recherchiert und aus den Begebenheiten einen Roman geformt: über sexualisierte Gewalt im Sport und Machtstrukturen, die Missbrauch begünstigen








