Die Kunst des Geradeausschauens beherrscht die deutsche Sprinterin Gina Lückenkemper ganz gut. Sie konnte deshalb bei ihrem 100-Meter-Vorlauf am ersten Tag der Leichtathletik-WM in Tokio problemlos übersehen, wer in den Bahnen neben ihr startete. Zu ihrer Rechten nämlich die Titelverteidigerin Sha’Carri Richardson aus den USA, zu ihrer Linken die viermalige Weltmeisterin Shericka Jackson, zwei Konkurrentinnen also, die der 2022-Europameisterin Lückenkemper normalerweise überlegen sind.

„Das hat mich nicht gehemmt“, berichtete Gina Lückenkemper zufrieden, nachdem sie die Prüfung erfolgreich bestanden hatte. Richardson (11,03 Sekunden) und Jackson (11,04) waren zwar tatsächlich überlegen. Auf den dritten Platz zur direkten Halbfinalqualifikation schob sich außerdem in 11,08 die Australierin Torrie Lewis. Aber als Vierte in 11,12 Sekunden schaffte letztlich auch Gina Lückenkemper als 13. dieser ersten Runde den Aufstieg. „Ganz solide“ fand sie ihre Leistung und gab sogleich das Kommando für das Halbfinale am Sonntag: „Attacke!“

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