Ein langer anhaltender Schrei ging durch das Nationalstadion von Tokio, als die Hürdensprinter die Startblöcke verlassen hatten. Rachid Muratake, die Medaillenhoffnung der Gastgeber bei der Leichtathletik-WM in Tokio, hatte keinen schlechten Start, aber die anderen waren schnell ein paar Schritte voraus. Der Schrei erstarb, als die Männer die Ziellinie überquerten. Muratake biss die Zähne zusammen, aber er streckte sich vergeblich. Cordell Tinch aus den USA gewann den Titel in 12,99 Sekunden, die Jamaikaner Orlando Bennett (13,08) und Taylor Mason (13,12) folgten. Rachid Muratake sank enttäuscht zu Boden. 13,18 Sekunden. Fünfter Platz. Wie bei Olympia in Paris im vergangenen Jahr. Gut, aber nicht gut genug für ihn, der so gerne seinem Heimatland gefallen will.