PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastWie unser Gehirn am besten lerntVeröffentlicht am 12.08.2025Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/DC_2/Shotshop/DC 2Unter Druck, mit Ruhe oder Bewegung – wie können wir am besten lernen? Ein Experte erklärt, warum frühe Förderung oft überschätzt wird, was vom Mythos der Lerntypen zu halten ist und welche Rolle Schlaf, Neugier und handschriftliches Schreiben beim Lernen spielen.Außerdem geht es in dieser Folge um die Frage, ob Küchenmesser in der Spülmaschine stumpf werden.Hier können Sie die Folge direkt hören: Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Frage, wie Lernen am besten funktioniert – bei Kindern wie bei Erwachsenen. Der Gehirnentwicklungsforscher Dr. Michael Skeide erklärt, was das Gehirn tatsächlich braucht, um neues Wissen nachhaltig zu speichern.Viele Eltern möchten bereits im Babyalter mit gezielter Förderung beginnen. Doch die Wirksamkeit solcher Maßnahmen ist wissenschaftlich kaum belegt – es sei denn, es gibt konkreten Förderbedarf, etwa bei Sprachentwicklungsverzögerungen. Für alle anderen gilt: Auch alltägliche Interaktionen wie das Reagieren auf kindliche Äußerungen oder gemeinsames Spielen fördern das Lernen bereits effektiv.Aktives Lernen wirkt nachhaltigerLernen ist ein individueller Prozess. Trotzdem zeigen Studien, dass bestimmte Methoden besonders gut funktionieren. Ein Beispiel: Lernende, die sich den Stoff selbst erarbeiten und anschließend erklären, behalten Inhalte besser als jene im klassischen Frontalunterricht. Dieses sogenannte „aktive Lernen“ spricht mehrere Gehirnareale gleichzeitig an.Ein verbreiteter Mythos ist die Einteilung in Lerntypen – visuell, auditiv, haptisch. Zwar lernen Menschen unterschiedlich, die Idee starrer Lerntypen sei aber nicht haltbar, so Skeide Was tatsächlich helfe, sei das Lernen über mehrere Sinneskanäle. So werde etwa Lesen effektiver, wenn man den Text laut vorliest, statt ihn nur still zu rezipieren.Schlaf, Bewegung und Neugier als LernmotorenDer Glaube, man könne im Schlaf lernen, hält sich hartnäckig. Studien zeigen jedoch: Die Reize stören den Schlaf mehr, als dass sie Inhalte im Gedächtnis verankern. Das Gehirn nutzt die Nachtruhe vielmehr, um Erlerntes vom Tag zu verarbeiten.Auch digitale Medien ersetzen keine grundlegenden Lernprozesse. Besonders beim Schreiben lernen zeigt sich: Handschriftliches Üben hat Vorteile gegenüber dem Tippen – etwa durch die stärkere Einbindung motorischer Abläufe und mehrkanalige Verarbeitung.Was letztlich beim Lernen hilft? Ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und lebenslange Neugier. Wer tiefer einsteigen will, kann mit Lernstrategien wie Mnemotechniken gezielt Gedächtnis und Konzentration trainieren.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Wie unser Gehirn am besten lernt - Podcast - WELT
Unter Druck, mit Ruhe oder Bewegung – wie können wir am besten lernen? Ein Experte erklärt, warum frühe Förderung oft überschätzt wird, was vom Mythos der Lerntypen zu halten ist und welche Rolle Schlaf, Neugier und handschriftliches Schreiben beim Lernen spielen.






