PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastLevel up fürs Leben – was Spielen mit uns machtVeröffentlicht am 11.11.2025Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/dpa/Fabian StrauchAls Kinder tun wir es ständig, als Erwachsene fast nie: spielen. Doch Spielen ist mehr als Zeitvertreib – ein Ludologe erklärt, wie es unsere Fähigkeiten, unsere Gesellschaft und sogar unseren Blick auf die Welt formt.Außerdem geht es in der Folge um die Frage, on Pheromonparfüms wirklich wirken. Hier könnt Ihr die Folge direkt hören: Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Spielen – das klingt für viele nach Kindheit, Freizeit oder Zeitverschwendung. Doch tatsächlich steckt weit mehr dahinter: Spielen ist ein menschliches Grundbedürfnis, das weit über den Spaß hinausgeht. In der neuen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es darum, wie tief das Spiel in unserer Natur verankert ist, warum auch Erwachsene davon profitieren – und was unsere Spielgewohnheiten über die Gesellschaft verraten. Damit beschäftigt sich der Spielewissenschaftler Prof. Dr. Jens Junge am Institut für Ludologie an der University of Applied Sciences in Berlin. Spielen als Grundtrieb des MenschenOb Kinder, Erwachsene oder Tiere – Spielen ist tief in unserer Entwicklung verankert. Schon im frühesten Alter lernen wir durch Ausprobieren, Beobachten und Nachahmen. Beim Spielen trainieren wir motorische, sprachliche und kognitive Fähigkeiten – ganz ohne Zwang oder Leistungsdruck. Es ist ein Raum, in dem Fehler erlaubt sind und Lernen spielerisch geschieht.Archäologische Funde zeigen: Schon vor Jahrtausenden haben Menschen gespielt. Brettspiele wie „Senet“ im alten Ägypten belegen, dass der Spieltrieb keine moderne Erfindung ist. Während früher Steine oder Holzfiguren genügten, sind es heute digitale Spiele oder Apps, die denselben Mechanismus bedienen: Neugier, Herausforderung und das Bedürfnis nach Erfolgserlebnissen.Warum Spielen uns stark machtSpielen aktiviert gleich mehrere Kompetenzbereiche. Es schult Feinmotorik, fördert Empathie und stärkt soziale Fähigkeiten. In Strategiespielen planen wir voraus, beim Teamsport lernen wir Kooperation – und selbst beim Rätseln trainieren wir Geduld und Problemlösung. Spielerisches Denken hilft auch im Alltag: Konflikte lassen sich leichter lösen, Kreativität wird angeregt und Stress abgebaut.Dabei geht es nie nur um das Gewinnen. Entscheidend ist die Freiwilligkeit: Nur wer aus eigenem Antrieb spielt, profitiert wirklich davon. Sobald das Spielen zur Pflicht wird, verliert es seinen eigentlichen Zweck – die Freude am Entdecken und Ausprobieren.Spiegel der GesellschaftSpiele erzählen auch viel über die Zeit, in der sie entstehen. Wie Bücher oder Filme spiegeln sie gesellschaftliche Themen wider – vom Klimawandel über Machtstrukturen bis zu Fragen der Gerechtigkeit. In Rollenspielen oder Brettspielen werden Werte, Konflikte und Zukunftsvisionen verhandelt.So wird Spielen zu mehr als bloßer Unterhaltung: Es ist ein Werkzeug, mit dem wir die Welt verstehen, Gefühle verarbeiten und neue Perspektiven einnehmen können. Wer spielt, bleibt neugierig, offen und kreativ – und vielleicht ein bisschen kindlich.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.