PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastUnterbewusstsein – wie es uns steuert und wie wir es austricksen könnenVeröffentlicht am 18.09.2025Lesedauer: 3 MinutenUnser Unterbewusstsein beeinflusst unser Denken, Fühlen und Handeln – oft, ohne dass wir es merken. Warum dieser mentale Autopilot nicht immer hilfreich ist, wie er Entscheidungen vorgibt und welche einfachen Tricks helfen können, ihn zu kontrollieren.Außerdem geht es in dieser Folge um den Mythos von Popeye und Blattspinat. Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um das Unterbewusstsein – einen Bereich unseres Gehirns, der für viele Entscheidungen verantwortlich ist, noch bevor wir bewusst darüber nachdenken.Professor Stefan Kölsch, Hirnforscher und Professor für Biologische Psychologie und Musikpsychologie an der Universität Bergen, beschreibt das Unterbewusstsein als mentalen Autopiloten, der im sogenannten Orbitofrontalkortex lokalisiert ist. Dieser Bereich denkt, fühlt und bewertet Situationen in Sekundenschnelle – oft schneller als unser bewusstes Denken.Warum wir handeln, auch wenn wir es nicht wollenTypische Anzeichen für die Aktivität des Unterbewusstseins sind spontane Emotionen wie Ärger, Sorgen oder Grübeln – Reaktionen, die ohne bewusstes Zutun entstehen. Studien zeigen, dass unser Gehirn Entscheidungen unbewusst vorbereitet, noch bevor wir glauben, sie selbst getroffen zu haben. Das erklärt, warum wir manchmal Dinge tun, die wir bewusst gar nicht geplant hatten.Diese Mechanismen können problematisch werden, etwa bei sogenannten Gedankenschleifen oder emotionalen Höllenspiralen. Das Unterbewusstsein bewertet blitzschnell Situationen – etwa eine Zugverspätung – als Katastrophe, was zu automatisierten Ärgerreaktionen führt. Auch soziale Anpassung ist tief im Unterbewusstsein verankert: Um zur Gruppe zu gehören, übernehmen wir unbewusst deren Meinungen und Verhaltensmuster.Impulse erkennen – und bewusst handelnDoch wir sind diesen Mustern nicht hilflos ausgeliefert. Der entscheidende Schritt ist das bewusste Erkennen der Impulse. Wer beispielsweise merkt, dass er aus Gewohnheit zur Keksschachtel greift, kann innehalten, das Verhalten benennen und bewusst dagegen steuern. Auch bei negativen Gedanken hilft es, diese aktiv zu benennen und sich dann gezielt auf Positives zu fokussieren.Ein einfacher, aber wirksamer Trick aus der klinischen Psychologie: Probleme in klaren Sätzen formulieren. Wer sich sagt „Diese Situation macht mich nervös“, entzieht der unbewussten Dynamik die Kontrolle. So lässt sich der mentale Autopilot Schritt für Schritt entmachten.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Unterbewusstsein – wie es uns steuert und wie wir es austricksen können - WELT
Unser Unterbewusstsein beeinflusst unser Denken, Fühlen und Handeln – oft, ohne dass wir es merken. Warum dieser mentale Autopilot nicht immer hilfreich ist, wie er Entscheidungen vorgibt und welche einfachen Tricks helfen können, ihn zu kontrollieren.






