PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastWie Gerüche unbewusst unser Verhalten steuernVeröffentlicht am 05.05.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/PantherMedia/SORAPOP UDOMSRIDer Geruchssinn arbeitet meist unbemerkt – und beeinflusst dennoch, wen wir sympathisch finden, was uns schmeckt und wann wir Gefahr wittern. Selbst Emotionen wie Angst oder Freude können sich im Körpergeruch zeigen. Warum unsere Nase so eng mit Gefühlen verknüpft ist und wie sie unser Verhalten lenkt.In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um den Geruchssinn und seine Wirkung auf Wahrnehmung, Verhalten und soziale Beziehungen. Die Neurowissenschaftlerin Prof. Ilona Croy leitet den Lehrstuhl für Klinische Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und erforscht unter anderem, wie Gerüche im Gehirn verarbeitet werden.Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Riechen gilt im Vergleich zu Sehen und Hören oft als zweitrangig. Im Alltag bildet es jedoch eine Art Hintergrundinformation, die viele Entscheidungen beeinflusst. Der Geruchssinn hilft bei der Nahrungsaufnahme, warnt vor Gefahren wie verdorbenen Lebensmitteln und spielt eine Rolle dabei, wie angenehm oder vertraut uns andere Menschen erscheinen.Warum Körpergeruch so individuell istKörpergeruch entsteht unter anderem durch Stoffwechselprozesse auf der Haut. Von den vielen Substanzen, die dabei freigesetzt werden, nimmt die Nase nur einen Teil wahr. Entscheidend sind die jeweiligen Riechrezeptoren – und die unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Deshalb leben Menschen nicht in exakt derselben Geruchswelt.Geruchsinformationen werden im Gehirn eng mit Bereichen verknüpft, die an Emotionen beteiligt sind. Das erklärt, warum Gerüche oft schwer zu beschreiben sind, aber schnell eine klare Bewertung auslösen: angenehm oder unangenehm, vertraut oder fremd.Angstschweiß riecht anders als SportschweißIn Studien zeigt sich, dass Menschen Schweißproben nach Stresssituationen anders bewerten als Schweiß nach körperlicher Anstrengung. Auch Ekel, Freude, Infektionen, Ernährung oder hormonelle Veränderungen können sich im Körpergeruch niederschlagen. Meist entsteht daraus kein bewusstes Wissen, sondern ein Gesamteindruck.Auch bei Freundschaften und Partnerwahl könnte Geruch eine Rolle spielen. Ähnliche Lebensgewohnheiten, gemeinsame Umgebung und genetische Faktoren beeinflussen, ob ein Körpergeruch vertraut wirkt oder nicht. Besonders interessant ist dabei der Zusammenhang mit dem Immunsystem.Wer seinen Geruchssinn verliert, bemerkt oft mehr als nur faderes Essen. Unsicherheit im Alltag, veränderte soziale Nähe und depressive Verstimmungen können damit verbunden sein. Doch die Nase lässt sich in bestimmten Fällen auch umlernen – wie genau, erklärt Prof. Croy in der Folge.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.