PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastWie bewusster Genuss unsere psychische Gesundheit stärktVeröffentlicht am 11.12.2025Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Westend61/Chris AdamsGenuss gilt vielen als Belohnung nach getaner Arbeit. Studien zeigen jedoch, dass bewusst erlebte Genussmomente Stress mindern, seelische Widerstandskraft stärken und vor ungesundem Konsumverhalten schützen können. Entscheidend ist, wie aufmerksam und frei von schlechtem Gewissen wir eine Situation erleben.Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Frage, wie bewusster Genuss unser psychisches Wohlbefinden beeinflusst. Dr. Daniela Becker untersucht am Fachbereich Psychologie der Radboud Universität in Nijmegen, welche Rolle Genuss für Selbstregulation, Verhaltensänderung und psychische Gesundheit spielt.Genuss meint mehr als eine angenehme Tätigkeit. Entscheidend ist, dass positive Gefühle im Mittelpunkt stehen und die Aufmerksamkeit im Moment bleibt. Wer beim Kaffee innerlich Aufgaben plant oder sich beim Serienabend Vorwürfe macht, erlebt wenig echten Genuss – selbst wenn die Situation angenehm wirkt.Um Genuss im Alltag zu erfassen, nutzt die Forschung Experience Sampling: Teilnehmende erhalten mehrmals täglich kurze Abfragen auf ihr Smartphone zu Tätigkeit, Stimmung und erlebtem Genuss. Aus vielen Momentaufnahmen ergibt sich ein klares Muster: Hohe Genussfähigkeit geht mit mehr Wohlbefinden und weniger Stress einher, geringe Genussfähigkeit ist häufiger mit dem Griff zu Alkohol oder anderen Substanzen verbunden, um die Stimmung aufzubessern.Wann Genuss gut tut – und wann er nur ablenktIm Alltag verschwimmt die Grenze zwischen Genuss und Ablenkung, etwa beim Scrollen durch soziale Medien. Ein kurzer Blick aufs Smartphone kann erholsam sein, wenn man sich danach wacher fühlt. Bleiben Müdigkeit oder das Gefühl, Zeit vergeudet zu haben, war es eher Ablenkung als Genuss.Die verbreitete Regel „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ verstärkt diese Dynamik. Viele erlauben sich Pausen nur, wenn sie sich produktiv genug fühlen – und bleiben dann selbst in der Freizeit mit den Gedanken bei Unerledigtem. So wird Genuss an Leistung gekoppelt, obwohl gerade belastete Menschen Erholung bräuchten.So lässt sich die eigene Genussfähigkeit stärkenEin fertiges Trainingsprogramm gibt es bislang nicht, doch erste Experimente liefern Ansatzpunkte. Achtsames Essen – also bewusst auf Geschmack und Mundgefühl zu achten und Störgedanken beiseitezuschieben – erhöht messbar die Freude am Essen. Ähnliches gilt für andere Aktivitäten: Wer das Smartphone beiseitelegt, Unterbrechungen reduziert und sich innerlich erlaubt, im Moment zu bleiben, erlebt oft intensivere positive Gefühle.Genuss sollte nicht nur Belohnung am Ende einer To-do-Liste sein. Kleine Genussinseln wie ein bewusst getrunkener Kaffee, ein Gespräch, Musik hören oder ein Spaziergang benötigen kaum Zeit oder Geld und können helfen, langfristig ausgeglichener zu sein.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
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Genuss gilt vielen als Belohnung nach getaner Arbeit. Studien zeigen jedoch, dass bewusst erlebte Genussmomente Stress mindern, seelische Widerstandskraft stärken und vor ungesundem Konsumverhalten schützen können. Entscheidend ist, wie aufmerksam und frei von schlechtem Gewissen wir eine Situation erleben.






