Die knapp erfolgreiche Kampfkandidatur von Ministerpräsident Schulze um den CDU-Fraktionsvorsitz in Sachsen-Anhalt könnte nach hinten losgehen.
Sven Schulze, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, ist sichtlich enttäuscht
Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Nur zwei Tage nach der zumindest in der Höhe unerwarteten Wahlniederlage hat sich Sachsen-Anhalts amtierender Ministerpräsident Sven Schulze zum Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion wählen lassen. Auf der Sitzung der von 40 auf 15 Abgeordnete geschrumpften Fraktion war Schulze überraschend zu einer Kampfkandidatur gegen den bisherigen Fraktionschef Guido Heuer angetreten. Mit 8 zu 7 Stimmen setzte er sich nur äußerst knapp dank seiner eigenen Stimme durch.
Wie alle Unionsabgeordneten hatte Schulze sein Mandat nur über die Landesliste erlangt, weil er seinen Magdeburger Wahlkreis an die AfD verlor. Eine Personalunion von Ministerpräsidentenamt und Fraktionsvorsitz gilt in der Bundesrepublik als außergewöhnlich.












