Die Umfragewerte der CDU sinken. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steuert sie auf eine Niederlage zu. Was macht Ministerpräsident Schulze dagegen?
„Hallo, ich bin Sven Schulze. Und wie heißen Sie?“ Auf einem Aldi-Parkplatz in Magdeburg streckt der Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September einem bärtigen Mann in Arbeitshose seine Hand entgegen. Während sie sich begrüßen, schiebt eine Frau ihr Fahrrad vorbei. Ob sie ein Foto mit dem Ministerpräsidenten haben könne? Schulze schaut kurz zur Frau, dann zurück auf dem Bärtigen. Der sagt, er könne warten, und setzt sich nebenan auf eine Mauer in den Schatten.
An diesem warmen Samstagmorgen im August hat die CDU einen Infostand vor dem Discounter aufgebaut. Kameras seien unerwünscht, hieß es vorab, ein Fernsehteam ist schon wieder abgezogen. Schulze wolle in Ruhe mit den Menschen in seinem Wahlkreis sprechen. Wenn gefilmt werde, schrecke das ab. Ein privater Schnappschuss ist aber kein Problem, für das Foto mit der Frau mit Fahrrad lächelt Schulze. Die Ärmel seines weißen Hemdes hat der 47-Jährige hochgekrempelt, sein Handy steckt hinten in der Jeans. Ein paar Meter entfernt stehen zwei Männer in dunkler Kleidung. Personenschützer der Polizei.














