Sven Schulze (CDU) im TV-Duell mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (links): Zwei Männer auf Krawall gebürstet
Eine knappe halbe Stunde schon streiten sie sich, da wird beim AfD-Spitzenkandidaten für Sachsen-Anhalt plötzlich eine Wahrheit sichtbar. Immer wieder war Ulrich Siegmund von der Moderation – aber auch von seinem Gegner Sven Schulze (CDU), dem amtierenden Ministerpräsidenten, konkret nach Maßnahmen gefragt, mit denen er das Bundesland voranbringen will. Fast immer antwortete Siegmund mit Allgemeinplätzen, wich aus, führte die Migration, das Lieblingsproblem seiner Partei, an.
Nun aber meinte er, sollte er Ministerpräsident sein, dann bliebe wohl doch noch vieles beim Alten. Denn, man sei ja in Magdeburg »abhängig von den völlig verrückten Entscheidungen in Berlin«. Dort müsse das große Rad gedreht werden, dort müsse man hin. »Sachsen-Anhalt ist der erste Schritt«, orakelt Siegmund. Dann, gleiches prophezeit er auch bei seinen Wahlkampfauftritten, werde man »Geschichte schreiben«. Sein möglicher Wahlsieg, so muss man Siegmund verstehen, soll kein Sieg sein, der den Menschen in Sachsen-Anhalt hilft.
Er soll ein Sieg sein, der der AfD hilft.Schlagabtausch erst im Duell, dann in großer RundeDer entlarvende Moment ist nur von kurzer Dauer, denn Zeit zum Zuhören und Verstehen ist kaum an diesem Abend in Magdeburg. Der MDR hat zum TV-Duell geladen, elf Tage vor der Landtagswahl. Es ist der erste große Schlagabtausch von Schulze und Siegmund im Live-Format, für die kommende Woche sind weitere Duelle geplant.












