Nach Angriffen der Huthi-Miliz im Jemen auf das benachbarte Saudi-Arabien haben die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz zur Deeskalation aufgerufen. Uno-Generalsekretär António Guterres verurteilte »die grenzüberschreitenden Angriffe der Huthis auf mehrere Ziele im Süden Saudi-Arabiens«, wie dessen Sprecher in New York mitteilte. »Diese Angriffe trafen Zivilisten und die Energieinfrastruktur, und wir sind natürlich zutiefst besorgt angesichts der Berichte über zivile Opfer«, fügte er hinzu.

Die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, forderte »umgehende Maßnahmen«, um die Kämpfe zwischen den Huthi-Kämpfern im Jemen und Saudi-Arabien zu deeskalieren. Eine Fortsetzung der Kämpfe könne »die ohnehin schon verheerende humanitäre Lage, mit der Millionen Menschen in der Region konfrontiert sind, weiter verschlimmern«.Zuvor waren bei nächtlichen Angriffen der Huthi-Miliz auf Ölanlagen im Süden des Königreichs Saudi-Arabien mehr als 70 Menschen verletzt worden. Riad gab am Dienstag kurzzeitig Warnungen für drei an den Jemen grenzende Gebiete heraus. Der Zivilschutz warnte vor »potenziellen Gefahren« in den Provinzen Nadschran und Dschasan und in der Stadt Abha. Die Huthis meldeten saudi-arabische Gegenangriffe.