Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Raketenangriffe der von Iran unterstützten jemenitischen Huthis auf Saudi-Arabien und auf Handelsschiffe aus dem Königreich verurteilt. Die Attacken bedrohten die Sicherheit in der Region und die Freiheit des Schiffsverkehrs, hieß es in einer in der Nacht veröffentlichten Stellungnahme der Mitgliedsländer des mächtigsten Uno-Gremiums. Die Huthi-Miliz wurde darin aufgefordert, von einer Eskalation abzusehen. Stattdessen sollten bestehende Dialogkanäle genutzt werden.Der Uno-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, schrieb auf der Plattform X, derzeit sei das Risiko eines neuen Großkonflikts höher als zu jedem anderen Zeitpunkt seit der von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenruhe im April 2022. Es bestehe die Gefahr, dass das Land in eine umfassendere regionale Konfrontation hineingezogen werde – mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung. Der Überblick:
Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthis war vor einigen Wochen mit Luftangriffen auf Jemens Hauptstadt Sanaa aufs Neue eskaliert.In der Folge griffen die Huthis auch mehrere saudi-arabische Schiffe an oder zwangen sie zumindest zu Kurswechseln.In der Nacht zu Freitag attackierten die Huthis schließlich auch Ziele direkt in Saudi-Arabien, dabei wurden mindestens elf Menschen verletzt.Bei weiteren Huthi-Angriffen in der jemenitischen Provinz Marib wurden nach Regierungsangaben mindestens zwei Zivilisten getötet.Der Konflikt droht auch eine Friedenslösung im Krieg zwischen den USA und Iran zu erschweren. Zum einen wird der regionale Konflikt auf einen weiteren Schauplatz erweitert. Zum anderen steigt der Druck auf die USA und Saudi-Arabien, die Angriffe der Huthis auf Schiffe militärisch zu vergelten.












