Die militärische Auseinandersetzung zwischen der jemenitischen Huthi-Miliz und Saudi-Arabien wird offenbar mit neuer Intensität geführt.Die Huthis starteten dabei nach eigenen Angaben eine Angriffswelle mit Drohnen und Raketen, bei denen der internationale Flughafen Abha im Süden Saudi-Arabiens und der Luftwaffenstützpunkt King Chalid im Südwesten getroffen worden sein sollen. Auch seien Anlagen des staatlichen saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in Abha und Dschisan attackiert worden, teilte ein Huthi-Sprecher mit.

Die Huthis veröffentlichten zudem Luftaufnahmen, die brennende Lastwagen auf saudi-arabischer Seite des Grenzübergangs Al-Wadiah zeigen sollen.Ein Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition, die im Jemen gegen die Huthis vorgeht, teilte mit, bei den Huthi-Angriffen auf »zivile und wirtschaftliche Anlagen« seien 73 Menschen verletzt worden. Nähere Angaben zum Ausmaß der Schäden machte der Sprecher nicht.

Saudi-Arabien reagiert offenbar mit LuftangriffenEr kündigte jedoch Gegenmaßnahmen an. Das Militärbündnis werde »alle erforderlichen operativen Maßnahmen ergreifen, um die terroristische Huthi-Miliz mit größter Entschlossenheit abzuschrecken.«Ein Teil der militärischen Antwort war womöglich bereits am Montagnachmittag (Ortszeit) erfolgt. Die Huthis berichteten über saudi-arabische Luftangriffe im Gouvernement Al-Dschauf im Nordwesten des Jemen. Dabei sollen nach Angaben der von den Huthis kontrollierten Gesundheitsbehörde 14 Menschen getötet oder verletzt worden sein.