Deutschlands Jugendliche lesen immer schlechter. Das gefährdet ihre Urteilskraft. Die Erwachsenen müssen endlich ihre Verantwortung ernst nehmen.

Zu viel Zeit bei Tiktok und Co: Altersgrenze ja oder nein?

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W er lesen kann, ist klar im Vorteil. Eine etwas altväterliche Redewendung, bei der man als Jugendliche gerne an die Decke gehen wollte. Zum Beispiel, wenn Lehrer ungefragt mit diesem unlustigen Satz spotteten, weil man die blöde Textaufgabe nicht gleich kapiert hatte: Na ja, es ist wohl doch ein bisschen was dran. Jedenfalls muss man diesen Satz vor dem Hintergrund der jüngsten Pisa-Ergebnisse doch noch mal hervorkramen.

Die Jugendlichen in Deutschland, so hat die große internationale Vergleichsstudie nämlich festgestellt, können immer weniger gut lesen. Sie haben, um es ganz konkret zu machen, schlicht keinen Bock mehr, sich durch lange Texte zu quälen, wobei „lang“ nicht definiert wird, aber in etwa meinen könnte: alles, was länger ist als ein Social-Media-Feed.