PfadnavigationHomePolitikBildungsschockDeutschland in neuer Pisa-Studie so schlecht wie nie – „Die Schülerschaft hat sich verändert“Stand: 08.09.2026Lesedauer: 2 MinutenEgal ob Rechnen, Lesen oder Naturwissenschaften: In allen drei Kernbereichen sinken die Leistungen der deutschen Schüler immer weiter.Die neuesten Ergebnisse der Pisa-Studie zeigen laut „Bild“, dass Deutschlands Schüler so schlecht wie nie seien. Schulen müssten heute mehr leisten als früher, sagt Bildungsministerin Karin Prien.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenIn der neuen Pisa-Bildungsstudie schneiden Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schlecht ab wie nie zuvor. In Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften wurden bei den hier getesteten 15-Jährigen „die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Pisa-Erhebungen erzielt“, heißt es in der internationalen Vergleichsstudie.Bildungsministerin Karin Prien sieht die Schulen in Deutschland vor erheblichen Herausforderungen. „Die Schülerschaft hat sich verändert, keineswegs nur durch Zuwanderung, sondern auch durch Erziehungsmethoden, durch die Art und Weise, wie Familien leben, die Anzahl der Alleinerziehenden, den Einfluss von Bildschirmzeiten und durch Social Media“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.Lesen Sie auchSchulen müssen heute viel mehr für Bindung und Erziehung leisten als früher, fügte sie hinzu. „Es nützt aber nichts, darüber zu lamentieren. Das ist die Realität, und darauf muss sich das Schulsystem insgesamt besser einstellen.“ Wichtige Weichen seien schon gestellt, meinte Prien: „Mehr Bedeutung für die frühkindliche Bildung, besserer Übergang zwischen Kita und Schule, vor allem die Stärkung der sogenannten basalen Kompetenzen: Lesen, Schreiben, Rechnen.“Lesen Sie auchFür die neue Pisa-Studie wurden im vergangenen Jahr in Deutschland rund 6700 Schülerinnen und Schüler an etwa 250 Schulen unter anderem auf Kompetenzen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften. Weltweit nahmen mehr als 760.000 Jugendliche an der Studie teil.Ein Schwerpunkt lag diesmal auf den Naturwissenschaften. Zusätzlich betrachtet wurde „modellbasiertes Problemlösen“ als Teil des Lernens in der digitalen Welt. Pisa steht für „Programme for International Student Assessment“ und ist die größte internationale Schulleistungsvergleichsstudie. Die erste Ausgabe mit Daten aus dem Jahr 2000 hatte den „Pisa-Schock“ ausgelöst: Die deutschen 15-Jährigen schnitten damals im Vergleich schlecht ab. Es folgte eine heftige Bildungsreformdebatte. Danach ging es in den Pisa-Studien für Deutschland bergauf. Seit 2015 sinken die Werte wieder.dpa/gold