Das Wort Pisa ist in Deutschland zu einem Synonym für schlechte Nachrichten geworden. Diesmal sind sie besonders bitter, weil die Leistungen der 15-Jährigen hierzulande im Lesen, in Naturwissenschaften und Mathematik einen „historischen Tiefstand“ erreicht haben. Die Zahl der Jugendlichen, die beim Lesen keine ausreichenden Basiskompetenzen erreichen, stieg innerhalb von nur drei Jahren von einem Viertel (25 Prozent) auf rund ein Drittel (32 Prozent). Das ist das Ergebnis der gerade veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Wir haben noch vor Veröffentlichung der Ergebnisse mit Sebastian Guggolz, dem Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, gesprochen. Interessant in diesem Zusammenhang: Vor zwei Wochen erst wurde eine Studie zum Leseverhalten Erwachsener in den deutschsprachigen Ländern publik. Im Vergleich fand sie in Deutschland mit 23 Prozent die meisten Menschen, die keine Bücher lesen (in Österreich liegt der Anteil bei 21, in der Schweiz bei 18 Prozent).