Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) erwartet nicht, dass Deutschlands Sanktionen gegen Russland in Reaktion auf den versuchten Anschlag am Leipziger Flughafen Präsident Wladimir Putin beeindrucken werden. »Es wird ihn hoffentlich beeindrucken, wenn wir in der Nato und in Europa zusammenhalten«, sagte Gabriel in der ARD-Talkshow »Maischberger«. Die Einigkeit könne die Nato zum Beispiel dadurch zeigen, »dass man Drohnen-Überflüge über ein Land der Nato nicht einfach hinnimmt, sondern sie runterholt oder auch ein Jagdflugzeug nicht einfach vorbeifliegen lässt, das Nato-Gebiet überfliegt«, sagte der Ex-Außenminister.Die von Deutschland angekündigten Sanktionen sind laut Gabriel angemessen. Das sei zumindest eine Antwort, die man geben könne, ohne dass man selbst eskaliere, fügte er hinzu: »Wir haben ja kein Interesse, mit Russland in einen Überbietungswettbewerb zu kommen.«
Gabriel warnt vor Eskalation gegenüber PutinGabriel warnte insgesamt vor einer weiteren Eskalation im Umgang mit Putin: »Wir haben es halt mit jemandem zu tun, der auch in der Lage ist, notfalls in der Ukraine taktische Atomwaffen einzusetzen.« Deswegen würden die Amerikaner auch versuchen, »ihm rechtzeitig Zeichen zu geben, dass er die Finger davon lässt«, sagte der ehemalige Außenminister.












