Der russische Präsident Wladimir Putin hat deutsche Strafmaßnahmen gegen Russland nach dem Vorfall mit einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle als »schweren Fehler« bezeichnet. »Wo sind die Beweise?«, fragte der Kremlchef auf einer Pressekonferenz in Bischkek (Kirgisistan). Bisher vorgelegte Belege bezeichnete er als »gefälscht«.
Die Reaktion der Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz sei vorwiegend innenpolitisch motiviert, so Putin: »Meiner Meinung nach läuft dies eindeutig den Interessen des deutschen Volkes zuwider«, sagte der Kremlchef und ergänzte, die Reaktion der Bundesregierung hänge mit den »bevorstehenden Wahlkämpfen« zusammen.»Merz hat das Vertrauen der Bürger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht schützt«, sagte Putin nach einem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Die Zukunft der derzeitigen politischen Spitze Deutschlands stehe bei den kommenden Wahlen aufgrund der wirtschaftlichen Probleme auf dem Spiel.
Kurz nach der Ankündigung hatte das russische Außenministerium bereits eine »spiegelbildliche« Reaktion auf Deutschlands neue Strafmaßnahmen angekündigt. Die Antwort werde ausfallen wie bei früheren einseitigen und ungerechten Sanktionen, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa, der Deutschen Presse-Agentur in Moskau.














