Die Pressekonferenz ist zu EndeDie Pressekonferenz ist zu Ende. Die Reaktion aus Moskau lässt noch auf sich warten. Reaktion Russlands noch nicht bekanntDie Bundesregierung nennt härtere Massnahmen als Beobachter in Berlin erwartet hatten. Wie Russland reagieren wird, ist noch nicht klar. Moskau hatte die Verantwortung für den Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle stets weit von sich gewiesen. Russland könnte das Goethe-Institut schliessen, das ohnehin mittlerweile dünn besetzt ist im Land. Auch deutsche Bürger könnte Moskau im Gegenzug stärker bei der Einreise kontrollieren. Wadephul: «Wir halten entschlossen Kurs»Der Aussenminister spricht von schlechten Beziehungen zu Moskau, die nun noch schlechter geworden seien. Allerdings liege das nicht an Berlin. «Wir halten entschlossen Kurs im sicherheitspolitischen Handeln», sagte er und fügte hinzu: «Wir bleiben bereit, bei weiteren hybriden Aktionen gemeinsam mit unseren Partnern entschlossen zu reagieren.» Die Solidarität mit der Ukraine werde fortgeführt. Deutschlands Reaktionen: Schliessung des russischen Konsulats und des Russischen HausesAls Reaktion auf den hybriden Angriff Russlands, wie die Bundesregierung den Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle bezeichnet, nennt der Aussenminister Wadephul die Schliessung des russischen Konsulats in Bonn zum 18. September, die Kündigung des Vertrags für das Russische Haus in Berlin, die Verschärfung der Einreisekonstollen für russische Staatsbürger, eine Liste der möglichen Ausweisungen aus Deutschland, Druck auf die russische Schattenflotte. Die Bundesregierung habe den russischen Botschafter einbestellt. Dobrindt: Anschlag füge sich in «bekannte Muster Russlands»Innenminister Dobrindt sagt: «Der Angriff in Leipzig fügt sich in bekannte Muster Russlands bei ihren hybriden Operationen in Europa und Deutschland ein.» Er spricht von Drohnenkonfigurationen, Zündtechnik, Bauteilen, die auch in anderen russischen Operationen gefunden worden seien. Leipzig sei nicht das einzige Ereignis. «Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung.» Den versuchten Anschlag rechnet er «Low-Level-Agenten» zu. Dobrindt: «Russland ist verantwortlich»«Die Bundesregerung kommt zum Schluss, dass Russland verantwortlich ist für die Aktion am Flughafen Leipzig/Halle ist», sagt Dobrindt.Dobrindt: «Russische Involvierung» nachweisbarDer deutsche Innenminister spricht als Erster. Er sagt, dass die Sicherheitsbehörden seit längerem hybride Aktionen in Europa und Deutschland beobachten. Sie richteten sich stets gegen die Ukraine. «Russische Involvierung» sei nachzuweisen. «Deutschland lässt sich nicht einschüchtern»Bereits im Vorfeld der Pressekonferenz, die um 17 Uhr 30 starten soll, sagte der deutsche Aussenminister Johann Wadephul im ZDF: «Deutschland lässt sich in keiner Weise einschüchtern.» Berlin werde nicht überreagieren, aber eine Reaktion an Moskau werde es geben. «Russland muss wissen, dass Deutschland ein Stabilitätsfaktor in Europa ist», sagte er. Was war am Abend des 4. August passiert?Am Abend des Anschlags war eine mit Sprengstoff präparierte Drohne im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Der Flughafen gilt als Drehscheibe der Ukraine-Unterstützung. Später fanden Ermittler weitere Fluggeräte. Die deutsche Bundesanwaltschaft wertete den Vorgang als schwerwiegenden Angriff auf Deutschlands Transport- und Logistikinfrastruktur. Die Vorsicht soll weichenLange Zeit hat sich die deutsche Regierung nach dem Anschlag Anfang August zurückhaltend geäussert. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zunächst von «fremden Mächten» gesprochen. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach davon, dass die «Verantwortlichen» dafür bezahlen müssten. Wer diese seien, sagte er allerdings nicht. Das soll sich in den kommenden Minuten ändern. Und was wird die deutsche Antwort sein?