Russland steckt hinter den Drohnenvorfällen am Flughafen Leipzig/Halle. Deutschland muss entschlossen handeln, aber ohne Überreaktion.
Für die Bundesregierung steckt Russland hinter den Drohnenvorfällen am Flughafen Leipzig/Halle
Hendrik Schmidt/dpa
D ie „fremde Macht“ ist nun benannt: Russland steckt hinter den Drohnenvorfällen am Flughafen Leipzig/Halle. Vor rund vier Wochen ist Deutschland knapp einer Katastrophe entgangen. Nicht auszudenken, wie viele Verletzte oder Tote es gegeben hätte, wäre der montierte Sprengsatz tatsächlich detoniert. Die Bundesregierung hatte es sich offenbar nicht leicht gemacht, die Drahtzieher des Angriffs zu benennen. Und das, obwohl in den vergangenen Monaten immer wieder Cyberattacken, Sabotage an kritischer Infrastruktur und Desinformationskampagnen registriert wurden, die deutschen Geheimdienste eindringlich warnten und einen russischen Bezug nicht ausschlossen.
Bemerkenswert ist auch, dass ausgerechnet am Tag der Verkündung von Außenminister Wadephul und Innenminister Dobrindt es in verschiedenen Nato-Ländern zu Drohnenvorfällen kam, die ganz klar in Zusammenhang mit der russischen Vollinvasion in der Ukraine gesehen werden müssen. In Estland gab es Luftalarm, in Rumänien wurde eine Drohne gefunden. Alles Zeichen, die auf eine russische Eskalation auf Nato-Territorium deuten können. Oder sicher darauf, dass der russische Präsident Wladimir Putin sich von den bisherigen Maßnahmen der Ukraine-Verbündeten nicht beeindrucken lässt.












