Shein-Mitarbeiterinnen bei einer Shoperöffnung in Paris 2023: Börsendebakel und Billigmode
Die Shoppingplattform Shein hat bei ihrem Debüt an der Börse in Hongkong versagt. Nach langem Warten und gescheiterten Anläufen startete Shein den lang erwarteten Börsengang mit einem deutlichen Minus. Zum Handelsbeginn rutschte die Aktie zeitweise rund acht Prozent unter den Ausgabepreis von 48,56 Hongkong-Dollar (etwa 5,34 Euro).
Das in China gegründete Unternehmen, das zwischen 2021 und 2022 seinen Sitz nach Singapur verlagert hatte, hatte zuvor schon an den Finanzplätzen London und New York versucht, an die Börse zu gehen. Berichten zufolge scheiterte das Vorhaben jedoch am Widerstand Pekings.Für viele europäische Händler hat sich Shein ähnlich wie Billiganbieter Temu zu einem gefährlichen Konkurrenten aufgeschwungen. Mit sehr niedrigen Preisen und ausgefeilten Onlineangeboten auf ihren Plattformen locken die Unternehmen aus Asien viele Kunden.
Shein-Arbeiterin in einer Bekleidungsfabrik des Fast-Fashion-Unternehmens im chinesischen Guangzhou: Kritik an Wegwerfmode
Bei früheren privaten Finanzierungsrunden wie 2022 war Shein noch mit fast 100 Milliarden US-Dollar (derzeit rund 86,2 Milliarden Euro) bewertet worden. Vor dem Handelsstart hatte das Unternehmen laut Börsenprospekt eine Bewertung von 210,2 Milliarden Hongkong-Dollar (derzeit etwa 23,1 Milliarden Euro) angestrebt. Am Ende landete Shein nun leicht darunter.











