Dieses Börsendebüt hat nicht geklappt: Der chinesische Fast-Fashion-Händler Shein ist mit einem starken Kursverlust an der Börse in Hongkong gestartet. Die Aktie fiel bereits in den ersten zehn Minuten nach Handelsstart um bis zu zehn Prozent, zu Börsenschluss notierte sie 48,50 Hongkong-Dollar. Für den Modekonzern ist das ein herber Rückschlag. Er nimmt zwar rund 1,7 Milliarden US-Dollar ein und landet bei einer Marktkapitalisierung von etwa 26 Milliarden US‑Dollar. Das ist aber nur ein Viertel der Bewertung von 100 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2022. Demnach liegt Shein nun etwa gleichauf mit dem schwedischen Modekonzern H&M.

Das eigentliche Problem von Shein ist nicht, dass das Unternehmen heute zu wenig Geld verdient.

Christoph Tripp, Professor für Distributions- und Handelslogistik an der TH Nürnberg

Shein steht nicht nur für Fast Fashion, sondern sogar für Ultra Fast Fashion, also neue Designs im Stundentakt zu extrem günstigen Preisen. In Europa kam Shein damit gut an: Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern nach eigenen Angaben ein Drittel seines Umsatzes in Europa, ein Viertel in den USA. Das Geschäft im Ausland will Shein weiter ausbauen und laut Börsenprospekt 40 Prozent der Erlöse aus dem Börsengang in die Expansion investieren.