Anfangs wuchs der chinesische Online-Modehändler Shein explosiv. Inzwischen zeigen sich die Schwächen des Geschäftsmodells – und die Folgen.

Nä­he­r:in­nen in einer Fabrik in der Hafenstadt Guangzhou im Juli. Shein sitzt in Singapur, produziert aber vor allem in China

Go Nakamura/reuters

Am Dienstag soll die Hongkonger Börse den größten Börsengang des Jahres erleben. Nach erfolglosen Versuchen in London und New York wird der Textilhändler Shein seine Aktien nun in China anbieten. Laut von der Nachrichtenagentur Reuters zitierten Brancheninsidern will das Unternehmen damit 1,7 Milliarden Euro einnehmen.

Der Börsengang kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen nach Jahren des Wachstums schwächelt. Aktuell schätzen Banken, Finanzanalysten und Investoren den Wert von Shein laut Reuters auf rund 26,5 Milliarden Euro – vor vier Jahren waren es noch fast 100 Milliarden Euro. Lag der Nettogewinn 2025 noch bei 2,1 Milliarden Euro, rutschte Shein Anfang des Jahres in die roten Zahlen.